Leonardo vollzieht Kauf des Helibauers Kopter in Mollis
Der italienische Luftfahrtkonzern und Helibauer Leonardo zeigt sich «sehr erfreut zu bestätigen, dass nun der Helibauer Kopter vollständig Eigentum der italienischen Leonardo ist». Dies trotz der – wegen der Coronakrise – aktuell schwierigen Umstände und wie Ende Januar angekündigt.
Und: «Wir freuen uns, gemeinsam der Helikopter-Community bestmöglich zu dienen.» Leonardo hat den Vollzug des Kaufes per 8. April am gleichen Tag in Rom öffentlich gemacht. Innerhalb der Helikopter-Sparte von Leonardo werde Kopter als autonome Rechtspersönlichkeit und Kompetenzzentrum handeln und in Abstimmung mit Leonardo arbeiten, heisst es in der Medienmitteilung.
Zum Preis gibt es keine Neuigkeiten: Er bestehe aus einer Zahlung von 185 Millionen Dollar oder umgerechnet 180 Millionen Franken, ohne Übernahme von Schulden, plus einer vereinbarten Gewinnbeteiligung. Diese sei an gewisse Meilensteine geknüpft und beginne ab 2022. Gemeint sein dürften damit die Typen-Zertifizierungen der europäischen und amerikanischen Luftfahrtbehörden, ohne die eine Serienproduktion nicht möglich ist.
Standortfragen sind immer noch offen
Was das für die Standorte Mollis mit der bisher geplanten Serienproduktion und Wetzikon mit den Büros bedeutet, konnte Kopter-CEO Andreas Löwenstein noch nicht sagen. Man habe für Tausende Seiten Papier für den Vertragsabschluss «fast Tag und Nacht gearbeitet» und noch nicht über Fragen von operativer Natur wie die Standorte geredet. Er bekräftigt aber frühere Aussagen: «Wir wollen in der Schweiz bleiben und produzieren.»