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Schweiz & Welt

Klimadebatte, Stimmrechtsalter 16 und ehrenamtliches Engagement

Südostschweiz
27.09.2019, 18:16 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Das Podium, das anlässlich der eidgenössischen Wahlen im Oktober durchgeführt wurde, stiess auf Interesse bei Jung und Alt. Die jüngste Besucherin war 11 Jahre alt, der älteste Besucher ein pensionierter Lehrer. Ebenfalls haben sich die Organisatoren über die Anwesenheit eines Gemeinderats gefreut, wie das Jungparlament in einer Mitteilung schreibt.

Klimadebatte und Jugendpartizipation

Unter der Moderation von Luis Baptista, Kantonsschüler und Radiomoderator, diskutierten Flavia Aebli (jungfreisinnige), Gianna Catrina (junge Grüne), Géraldine Danuser (junge GLP), Sandra Lazzarini (junge CVP), Fabio Nespolo (junge SVP), Tobias Rettich (SP/JUSO) und Gian-Reto Trepp (junge BDP) angeregt über Sinn und Unsinn von Lenkungsabgaben und die Notwendigkeit von Aufklärung in der Gesellschaft.

Mit ungewohnt breitem Konsens forderten die Kandidaten und Kandidatinnen die Politik angesichts der Klimaproteste zu raschem Handeln auf, wie in der Mitteilung steht. Uneinigkeit herrschte derweilen bei den zu ergreifenden Massnahmen: Während das Konzept der Kostenwahrheit breite Unterstützung fand, wichen die Meinungen zu Lenkungsabgaben auf Konsumgüter, Innovationen in klimafreundliche Forschung und einer möglichen Vorreiterrolle der Schweiz voneinander ab.

Option Stimmrechtsalter 16

Der zweite Teil der Diskussion drehte sich um Jugendpartizipation, da der Wähleranteil bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach wie vor sehr gering ist. Das Engagement der Teilnehmer an Klimaprotesten wurde positiv gedeutet und weitere Partizipationsmöglichkeiten gegeneinander abgewogen.

Die Möglichkeit des Stimmrechtsalters 16 – insbesondere auf Antrag – wurde von der Mehrheit als gangbare Option gesehen, doch der Schwerpunkt zur Förderung der Jugendpartizipation liegt, so der Konsens, in der Bildung. Hierzu sollen vermehrt auch externe Angebote, wie etwa Easyvote, an Schulen präsent sein.

Erster Anlass mit allen Jungparteien

Auch das ehrenamtliche Engagement von Parteimitgliedern an Schulen wurde diskutiert, um damit einerseits den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass ihre Meinung bei Politikern Gehör findet und damit sie andererseits Politikern auf Augenhöhe begegnen können, schreibt das Jugendparlament in der Mitteilung.

Das Jugendparlament Stadt Chur wertet den Abend als Erfolg, da neben der Diskussion frischer politischer Ideen auch zum ersten Mal ein gemeinsamer Anlass mit allen Jungparteien umgesetzt wurde. Nach einem erfolgreichen Podium werden weitere gemeinsame Anlässe von allen Seiten angestrebt.

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