Klimabewegung Glarus fordert eine ausserordentliche Klima-Landsgemeinde
«Wir sind sehr besorgt über unsere Zukunft und die drohende Klimakatastrophe», schreiben Lisa Hämmerli und Jürg Rohrer von der Klimabewegung Glarus in einer Medienmitteilung vom Freitag. Weil die beiden davon überzeugt sind, dass die Politiker in Bern nicht auf die Klimakrise reagieren und die Zukunft ihrer Generation nicht schützen, wollen sie nun selbst handeln.
Wie aus der Medienmitteilung hervorgeht, sammelt die Organisation ab Samstag Unterschriften, um eine ausserordentliche Klima-Landsgemeinde einberufen zu können. Für eine solche haben sie sich ambitionierte Ziele gesetzt.
Konkrete Forderungen
Zum einen solle der Kanton Glarus das Ziel «Netto-Null Treibhausgas-Emissionen bis 2030» in seine Verfassung schreiben. Zum anderen sollen etwa das Energiegesetz, das Landwirtschaftsgesetz oder die Finanzgesetzgebung mit Massnahmen ergänzt oder gar verändert werden, damit dieses Ziel erreichbar werde. Und drittens solle der Kanton Glarus ein Team einsetzen, welches kontrolliert, ob die Ziele erreicht werden – und notfalls reagiert, wenn dem nicht so ist.
«Eine Mehrheit der Glarner Regierung und des Landrates hat noch nicht erkannt, wie dringend eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen ist. Es braucht deshalb speziellen Anstoss aus der Bevölkerung», wie es in der Mitteilung weiter heisst. (ivk)