Kleiner Landrat will Davoser Wirtschaft weiter unterstützen
Die Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie haben die Davoser Volkswirtschaft mitten in der Winterhochsaison schwer getroffen. Viele Betriebe waren schon vorher mit schwierigen Verhältnissen seit Beginn der Coronakrise konfrontiert, wie es in einer Mitteilung des Kleinen Landrates heisst. Die Betriebsreserven seien vielerorts aufgezehrt. Der Kleine Landrat stehe in regelmässigem Austausch mit Vertretenden der Davoser Wirtschaft. Er hatte bereits im Februar eine Hotline für Davoser Betriebe eingerichtet, die eine kostenlose Beratung und Anweisungen bereithält, wie die von Bund und Kanton vorgesehenen finanziellen Unterstützungen erlangt werden können.
Entlastung um 1,2 Millionen Franken
Nun sieht die Gemeinde weitere Massnahmen zur Unterstützung der Davoser Betriebe und Selbstständigen vor. Der Verzugszins für geschuldete Gebühren, Abgaben und Steuern an die Gemeinde wird bis Ende Jahr auf null Prozent gesenkt. Auch können Gemeindeforderungen wie schon für das Jahr 2020 auch für das laufende Jahr zinslos gestundet werden.
Diese Massnahmen stärkten zwar im Moment die Liquidität, entlaste Betriebe jedoch nicht dauerhaft, heisst es. Darum schlägt der Kleine Landrat dem Grossen Landrat mit einem bedeutenden Rabatt auf die Tourismusförderungsabgabe (TFA) eine Massnahme zur wirksamen Entlastung der Davoser Wirtschaft vor. Mit einer einmaligen Teilübernahme der TFA werden die Davoser Betriebe je nach ihrer Betroffenheit zu 80 Prozent oder zu 20 Prozent von der TFA entlastet. Diese Massnahme birgt allein rund 1,2 Mio. Franken Entlastungspotenzial. Für die fehlenden Einnahmen bei der TFA wird die Gemeinde aufkommen, sodass der Davoser Tourismus keinen weiteren Schaden erleidet.