Keine Bewegung am Piz Cengalo – aber auch keine Entwarnung
Seit dem tragischen Bergsturz am Piz Cengalo sind anderthalb Jahre vergangen. Doch von einkehrender Normalität in Bondo zu sprechen, wäre gemäss Aussagen von Marcello Crüzer vom Bauamt der Gemeinde Bregaglia verfrüht. «Der Wiederaufbau wird noch vier oder fünf Jahre andauern», erklärt er gegenüber Radio Südostschweiz.
SAC-Hütte kann wieder öffnen
Realistische Chancen auf eine baldige Rückkehr zur Normalität können sich die Besitzer der seit dem Felssturz geschlossenen SAC-Hütte Sasc Furä machen: «Die offiziellen Wanderwege sind zwar immer noch zu, aber wir bauen im Mai einen neuen Weg zur Hütte», erklärt Crüzer. Die Unterkunft solle dann wenn alles gut läuft im Sommer wieder öffnen können.
Noch länger geschlossen bleibt gemäss Crüzer hingegen die SAC-Hütte Sciora, welche ebenfalls aufgrund des Bergsturzes schliessen musste. Dies, weil es dort weiterhin keinen sicheren Zugang gebe.
Positive Nachrichten gibt es vom Amt für Wald und Naturgefahren. Gemäss Martin Keiser blieb es am Piz Cengalo in diesem Winter ruhig. Er gibt allerdings auch zu bedenken, dass dies im Winter 2017/2018 auch nicht anders gewesen, es aber im Sommer trotzdem wieder zu grösseren Bewegungen gekommen sei. Deshalb werden die Radarmessungen am Piz Cengalo auch in diesem Sommer weitergeführt.