Kein kantonales Konzept
An der Präsidentenkonferenz der Region Maloja wurde diese Woche das Thema Wasserrettung diskutiert. Die Oberengadiner möchten, dass eine Dachorganisation für die Wasserrettung geschaffen wird. Im vergangenen Jahr hatte Christian Rathgeb als damaliger Vorsteher des Departements Justiz, Sicherheit und Gesundheit, auf Anfrage der Gemeinden angeboten, sie bei der Organisation der Wasserrettung zu unterstützen. Eine Arbeitsgruppe wurde ins Leben gerufen, unter anderem mit Gemeindevertretern und Wasserspezialisten.
«Die Arbeitsgruppe sollte eine Auslegeordnung machen, kein kantonales Wasserrettungskonzept», betonte Rudolf Leuthold, Leiter des kantonalen Gesundheitsamts, gegenüber «Radio Südostschweiz». Gemäss seinen Ausführungen wurde ein Bericht erarbeitet, dieser sei von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe aber «sehr kontrovers» beurteilt worden. «Es ist damit zu rechnen, dass wir bis Mitte 2019 brauchen werden, um den Bericht abzuschliessen.» Leuthold glaubt allerdings nicht, dass es bis dahin zu einer Einigkeit unter den Mitgliedern kommt.
Gemeinden sind zuständig
Sollte ein von allen Beteiligten abgesegneter Bericht doch noch zustande kommen, muss dieser dem Departement zur Kenntnisnahme unterbreitet werden. Schliesslich sei es Sache der Politik, die weiteren Schritte zu entscheiden, sagte Leuthold. Er hält klar fest: «Die Wasserrettung gehört in den Verantwortungsbereich der Gemeinden.» Die Ausgangslage sei je nach Ort im Kanton sehr unterschiedlich, die Interessen der Vertreter verschiedener Institutionen würden sich unterscheiden. «Was man sicher sagen kann, ist, dass es sinnvoll ist, wenn verschiedene Gemeinden eine koordinierte Lösung suchen», sagt Leuthold.