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Schweiz & Welt

Graubünden Vivonda wird aufgelöst

Südostschweiz
28.09.2023, 08:56 Uhr
vor 37 Minuten

Das Unternehmen Graubünden Vivonda vertreibt als Lizenznehmerin die Marke Graubünden Viva. Unter diesem Namen wurden regionale Produkte und Bündner Kulinarik in mehreren regionalen Genussmärkten sowie im schweizerischen Detailhandel vertrieben. Wie Graubünden Vivonda am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt, sieht sich das Unternehmen nun gezwungen, seine Geschäftstätigkeiten auf Ende Jahr einzustellen. Durch die Schliessung der Geschäftsstellen in Jenaz und Maienfeld wird das Arbeitsverhältnis mit 28 Mitarbeitern aufgelöst.

Zu den Gründen für das Aus schreibt Graubünden Vivonda: «Die fehlenden, in Aussicht gestellten Mittel für den gemeinsamen Aufbau der Marke Graubünden Viva für den Detailhandel machen eine Schliessung unumgänglich.» Einen finanziellen Beitrag habe die Graubünden Vivonda AG einzig zu Beginn des Projekts vor drei Jahren für den Bau des ersten Genussmarktes in Jenaz erhalten.

Verkäuferlis gespielt

Zu wenig Absatz

Weiter hält Christoph Caprez, Verwaltungsratspräsident der Graubünden Vivonda AG, in der Mitteilung fest: «Trotz grossem Einsatz der Mitarbeitenden, Produzenten und Aktionäre erreichten die Absatzzahlen nicht die kritische Grösse, die für einen Weiterbetrieb nötig gewesen wäre.» Das Ziel der Kommunikation der Marke Graubünden Viva und des Kantons sei es gewesen, die Marke im Detailhandel zu etablieren. «Durch das Ausbleiben der in Aussicht gestellten Mittel im ursprünglich vorgesehenen Rahmen blieben diese Ziele aber unerreichbar, ebenso wie die Eröffnung weiterer Standorte», heisst es weiter. Die Unternehmung stand kurz davor, zwei weitere Verkaufsstandorten in Parpan und im Engadin zu eröffnen.

Im Februar 2020 hat die Graubünden Vivonda AG mit dem Kanton Graubünden einen Markenlizenzvertrag abgeschlossen. Graubünden Vivonda ist eine private Initiative und eröffnete laut der Mitteilung an wichtigen Verkehrshauptachsen im Kanton Läden mit einheimischen Produkten. Ebenfalls wurden nationale Geschäfte wie Coop, Migros, Spar, Aldi, Lidl und Manor beliefert. Dieser Absatzmarkt für Bündner Produkte gehe nun verloren.

Auf eine Anfrage von Radio Südostschweiz waren die Veranwortlichen von Graubünden Vivonda am Donnerstagvormittag nicht erreichbar. Die Dachorganisation Graubünden Viva verwies auf den Kanton; dort waren die zuständigen Stellen ebenfalls nicht erreichbar.

(nua)

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