Kasper: «Ich bin kein Klimaerwärmungsleugner»
Der Engadiner Gian Franco Kasper sieht sich aktuell harscher Kritik ausgesetzt. Der Präsident des internationalen Skiverbandes FIS machte in einem Tagesanzeiger-Interview einige sehr umstrittene Äusserungen. So sagt er zum Thema Klimawandel: «Es gibt keinen Beweis dafür. Wir haben Schnee, zum Teil sehr viel. »
Personen und Verbände aus Sport und Politik distanzierten sich von dieser Anschauung und einige forderten gar den Rücktritt des 75-Jährigen. Auch in Graubünden sorgten Kaspers Antworten für Stirnrunzeln, wie dieser Tweet von SP-Stände- und Nationalratskandidat Jon Pult zeigt:
Wer solchen Blödsinn verzapft, ist eine Hypothek. Für den Skisport, für das Engadin, für Graubünden. Zum Glück steht er nicht für unsere Zukunft! https://t.co/KHi4FHvHSs
— Jon Pult (@jonpult) 5. Februar 2019
Auch SP-Grossrat Conradin Caviezel enerviert sich:
Auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» führt Kasper aus, wie er diese Aussage gemeint hat: «Ich behaupte nicht, dass der Klimawandel nicht stattfindet. Was ich sage, ist, seid vorsichtig mit Aussagen, wie es in zehn oder zwanzig Jahren aussehen wird, solange wir keine echten wissenschaftlichen Beweise haben.» Für ihn sei aber unbestritten, dass im Moment eine Klimaerwärmung stattfinde. Diese lasse sich auch messen.