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Schweiz und Welt

Kasper: «Einen Ruhestand wird es nicht wirklich geben»

Südostschweiz
24.11.2019, 10:20 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Herr Kasper, Sie haben Ihren Rücktritt per Mai 2020 bekanntgegeben. Wieso dieser Entscheid?

Bereits als ich vor drei Jahren gewählt wurde, habe ich mitgeteilt, dass ich Mitte der Amtsperiode zurücktreten werde. Das ist im nächsten Frühling der Fall. Ich war 45 Jahre dabei und war mir von Anfang an klar, dass es länger nicht sein wird.

Im Frühling waren sie dann fast 22 Jahre lang der Präsident der FIS. Was war für Sie ein Highlight in dieser Zeit?

Es gab natürlich sehr viele Highlights. Nicht nur in den 22 Jahren als Präsident, sondern auch in den 23 Jahren als Generalsekretär. Ich denke da zum Beispiel an die Einführung der Weltcup-Serien im Langlauf oder Skispringen. Oder die Einführung des Super-Gs als neue Disziplin oder die Snowboard- und Freestyle-Abteilungen. Hinzu kamen in diesen 45 Jahren viele Olympische Spiele und Weltmeisterschaften.

Nach bald 22 Jahren: Rücktritt von FIS-Präsident Gian Franco Kasper

Rund ein halbes Jahr werden Sie noch im Amt sein. Was steht noch auf dem Programm?

Es wird für mich ganz normal weitergehen wie bisher. Ich habe den Rücktritt lediglich bereits bestätigt, damit genügend Zeit bleibt, einen Nachfolger zu finden. So kann man sich vorbereiten. Es liegt ein relativ normaler Winter vor uns, mit über 7000 Wettkämpfen. Die Skiflieger tragen als Einzige eine Weltmeisterschaft aus.

Wie geht es für Sie nach dem Rücktritt weiter?

Einen Ruhestand wird es nicht wirklich geben. Ich werde der FIS auch weiterhin als Berater zur Verfügung stehen. Auch im Internationalen Olympischen Komitee habe ich noch einige Spezialaufgaben. Sofort weg sein werde ich also nicht, aber ich werde nicht mehr Teil des Alltagsgeschäfts sein. (rac)

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