Neue Zentren und Verlust: PDGR ziehen Bilanz von 2022
Im Fokus des Jahres 2022 sind für die psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) unter anderem die Eröffnungen dreier neuen Psychiatriezentren gestanden, wie aus einer Medienmitteilung zum Jahresbericht hervorgeht.
Am 1. Januar des vergangenen Jahres öffnete das erste der drei Zentren seine Türen in Ilanz. Im Juli folgte dann die Inbetriebnahme des zweiten Zentrums in Davos, welches die bisherigen PDGR-Standorte Ambulanter Psychiatrischer Dienst Prättigau-Davos, Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik Davos und die Regionalstelle Davos der Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammenfasst. Ebenfalls im Sommer startete der Betrieb des Psychiatriezentrums Engadin/Südbünden in St. Moritz.
Weitere finanzielle Mittel für Aufrechterhaltung des Behandlungsangebots
Wie die PDGR schreiben, liegt ein Vorteil von Psychiatriezentren darin, dass es für die Bevölkerung nur noch eine Kontaktstelle für alle psychiatrischen Anliegen aller Altersgruppen in einer Region gibt. Zudem könnten die PDGR ihre Kräfte und Ressourcen zum Wohle der Patientinnen und Patienten sowie zur Stärkung der Wirtschaftlichkeit zusammenführen. Die Zentren decken sich bezüglich ihrer Einzugsgebiete grösstenteils mit den festgelegten Gesundheitsversorgungsregionen im Kanton Graubünden.
Trotz des Zusammenschlusses mit regionalen Zentren resultieren weiterhin Kosten für die ambulanten Angebote und Tageskliniken. Die PDGR sprechen dabei von einer jährlichen Unterdeckung von 3,2 Millionen Franken. Das Ergebnis sei auf die unzureichende Tarifierung der Leistungen und der Tarifstruktur zurückzuführen, schreiben die PDGR weiter. Wenn weiterhin ein qualitativ hochwertiges Behandlungsangebot in den verschiedenen Regionen bestehen solle, seien weitere finanzielle Mittel für dessen Aufrechterhaltung notwendig.