Frischer Wind im VR der Madrisabahn
Klosterser Zeitung: Tanja Kunz, du bist in Klosters aufgewachsen. Ich nehme an, du hast auch auf Madrisa Skifahren gelernt. Welche Erinnerungen hast du daran?
Tanja Kunz: Ich war schon als Kind immer auf Madrisa in der JO und war auch nachher lange als JO-Leiterin tätig. Ich fühle mich mit dem Berg sehr verbunden, habe viele schöne Stunden dort verbracht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als der Zügenhüttli-Lift noch ein Schlepplift war und wir als Kinder möglichst versuchten, den Atem anzuhalten, um ja nicht aus dem steilen Lift zu fallen. Oder an das Weltcupfinale der Körper- und Sehbehinderten im Jahr 2005 kann ich mich auch noch gut erinnern – ich pflege noch einzelne Kontakte mit Athleten von damals, die ich da kennenlernen durfte.
Welches ist deine Lieblingspiste auf Madrisa?
Ich schätze die Abwechslung auf Madrisa sehr. Am meisten gefahren bin ich wahrscheinlich die FIS-Piste, da wir da früher oft Trainings hatten. Heute fahre ich sehr gerne Chüecalanda, wenn es frisch geschneit hat. Oder natürlich auch die Talabfahrt mit einem Einkehrschwung im Erika oder der Kanonenbar.
Auf deiner Website bist du mit «Frauen Empowerment Coach und mentale Bergführerin» beschrieben. Was ist das genau?
Ich begleite Frauen in der Wirtschaft, die sich in einem Entwicklungs- und Veränderungsprozess befinden. Viele Führungspositionen sind noch durch Männer besetzt. Ich helfe Frauen, sich mehr dahin zu entwickeln, und Unternehmen sich diversifizierter aufzustellen.