Hüttensommer schrammt knapp am Rekord vorbei
Der Sommer 2018 zeigte sich wettertechnisch von seiner schönsten Seite. Praktisch ab Mitte Juni herrschten mit wenigen Ausnahmen lang anhaltende Schönwetterperioden mit hohen Temperaturen. Das lockte viele Menschen in die Berge und bescherte den Hütten des Schweizer Alpen Clubs (SAC) in der Sommersaison so viele Übernachtungen wie kaum je zuvor.
Dazu beigetragen haben vor allem auch die SAC-Hütten in der Südotschweiz. So konnten laut Mitteilung die Hütten in den Glarner und St. Galler Alpen und im Alpstein um mehr als 33 Prozent zulegen. Die Hütten in Graubünden um mehr als 16,4 Prozent.
Hütten in der Val Bondasca hätten Rekord gebracht
Insgesamt verzeichneten die SAC-Hütten schweizweit zwischen dem 1. Mai und dem 31. Oktober rund 278'550 Übernachtungen. Das sei das drittbeste Ergebnis in der Geschichte der Hütte und seien nur 3000 weniger Übernachtungen als im bisherigen Rekordsommer 2009. Dieser Sommer wäre übertroffen worden, wenn alle Hütten offen gewesen wären, wie es heisst.
Aufgrund des Bergsturzes bei Bondo blieben die Capanna Sciora und die Capanna Sasc Furä in der Val Bondasca das ganze Jahr über geschlossen. Sie hätten noch zahlreiche Gäste mehr in die Berge locken können. Ebenso wurden die Albert-Heim-Hütte, die Binntalhütte und die Hüfihütte im Sommer umgebaut und waren für Gäste nicht zugänglich. Ohne all diese Ausfälle, wäre der Rekord gebrochen worden, vermutet der SAC.
Enttäuschende Wintersaison
Auch in der Wintersaison schwangen die Südostschweizer Hütten oben aus. So empfingen sie trotz schlechtem Wetter am Osterwochenende viele Gäste, während andere Regionen in dieser Zeit Gäste einbüssten.