KVA Linth baut aus
Die KVA in Niederurnen macht 1,55 Millionen Franken Gewinn. «Erfreulicherweise schliessen wir auch dieses Jahr mit einem sehr guten Ergebnis ab», kommentiert Geschäftsführer Walter Furgler dies im Geschäftsbericht. Ein Erfolg, den die KVA brauche, denn: «Mit dem Grossprojekt KVA Linth 2025 und seinen Kosten ist es wichtig, dass wir Reserven schaffen können.»
So enthält denn auch der Reparatur- und Erneuerungsfonds bereits 24,4 Millionen Franken, die Zuweisung von 2 Millionen im Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr bereits mitgerechnet.
Die KVA ist auch ein Kraftwerk
Von den 20,8 Millionen Franken Einnahmen stammen 14,2 Millionen aus den bezahlten Verbrennungsgebühren. Laufender und sorgfältiger Unterhalt lohnt sich laut dem Bericht: Die neuere Ofenlinie 1 war während 8561 Betriebsstunden oder zu 98 Prozent der Jahreszeit verfügbar, die ältere Linie 2 zu 92,3 Prozent.
3,7 Millionen oder fast jeder fünfte Franken kommt aus den Einnahmen für verkauften Strom. Denn die KVA Linth ist auch ein Kraftwerk, das aus Hitze Dampf und daraus via Dampfturbine und Generator Strom macht. Wegen einer Generator-Reparatur stand es allerdings teilweise still, immerhin zahlte eine Versicherung 1,1 Millionen Franken für den Ausfall.
Weniger heiss taugt die Energie immer noch zum Heizen. Und bereits jetzt sind 645 000 Franken mit Fernwärme eingenommen worden, fast so viel wie mit dem Verkauf von Altmetall, das man aus dem Abfall aussortiert.
Mehrere Ausbauprojekte
Fernwärme ist denn auch einer der Zweige, die ausgebaut werden. «Bis Juni 2019 sind über 30 Wärmelieferverträge mit einer Gesamtleistung von mehr als 10,5 Megawatt abgeschlossen worden», so der Geschäftsbericht. Ein Drittel davon wird erst im Herbst 2021 in Anspruch genommen. Bereits sind in diesen Wochen aber die Leitungen sichtbar, die beim Bau der neuen Stichstrasse nach Mollis eingelegt werden. Sie führen zur Netstal Maschinen AG in Näfels. Mit ihr und dem ebenfalls neu angeschlossenen Sportzentrum Lintharena sei die Kapazität ausgeschöpft.