Graubünden will attraktiver werden
Grossrätin Carmelia Maissen (CVP, Ilanz) forderte in einem Auftrag an die Regierung, dass diese über ein Analyseinstrument die aktuellen Anstellungs- und Arbeitsbedingungen beim Kanton untersucht. Besonderes Augenmerk solle auf der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben liegen. Die Resultate sollen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeberin beitragen. Diese Analyse ist gemäss Auftrag nötig, weil der Fachkräftemangel für die kantonale Verwaltung zunehmend eine Herausforderung darstellt.
Einigkeit mit Vorbehalten
In ihrer Antwort stimmt die Bündner Regierung den Schlüssen von Maissen mehrheitlich zu. Sie beabsichtige deshalb, einen Entwicklungsschwerpunkt «Attraktiver Arbeitgeber» ins Regierungsprogramm 2021–2024 aufzunehmen. «Die allgemeine Richtung, in die sich die kantonale Verwaltung als Arbeitgeberin zu entwickeln hat, dürfte unbestritten sein», heisst es.
Bei der Umsetzung der Massnahmen müsse aber sichergestellt sein, dass diese den betrieblichen und organisatorischen Anforderungen gerecht würden. Die Verwaltung habe in erster Linie einen Auftrag zu erfüllen und bestmögliche Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger zu erbringen. Es sei vorgesehen, dass bei der anstehenden Revision des Personalgesetzes Massnahmen geprüft werden, mit de-nen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben verbessert werden kann. «In welcher Form die Grundlagen erhoben werden und inwiefern dabei die Unterstützung einer externen Stelle in Anspruch genommen werden soll, möchte die Regierung aktuell offenlassen», schreibt diese. Sie will den Auftrag deshalb abändern. Dieser soll lauten: «Die Regierung wird beauftragt, bei der Revision des Personalgesetzes die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen in der kantonalen Verwaltung auch hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie/Privatleben zu untersuchen und Massnahmen zu entwickeln.» (red)