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Schweiz & Welt

Glarus ist voller Energie

Südostschweiz
17.12.2019, 15:13 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Vor neun Jahren wurde in Glarus einem Energiefonds zugestimmt. Wie die Glarner Regierung am Dienstag mitteilt, werden für das kommende Jahr Veränderungen einzelner Bestandteile des Fonds vorgenommen. Auch kommt es im Förderungsprogramm zur Einführung verschiedener Angebote.

Der Regierungsrat setzt Änderungen um

Eine der veränderten Bestimmungen regelt den Ersatz von Heizöl-, Erdgas-, oder Elektroheizungen. Viele Häuser, welche vor einigen Jahren gebaut wurden, besitzen eine gedämmte Aussenhülle. Diese kann mit dem Ersatz von neuen Fenstern verbessert werden. Wer neu die Fenster ersetzt und gleichzeitig die Heizöl-, Erdgas-, oder Elektroheizungen mit einem erneuerbaren Heizsystem wechselt, erhält ein Kombinationsbonus.

Und auch die thermische Solarnutzung erlebt eine Überarbeitung. Denn neu gibt es bei der Sonnenenergie einen zusätzlichen Bonus. Wenn zur gleichen Zeit thermische Solarkollektoren und eine Fotovoltaik-Anlage installiert werden, gibt es einen Bonus für die thermischen Solarkollektoren. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, ob es sich um eine Sanierung oder einen kompletten Neubau handelt.

Vieles verändert, auch die Kosten

Ab dem kommenden Jahr wird die Massnahme «Impulsberatung-Heizungsersatz» schweizweit eingeführt. Glarus hat diese Energiemassnahme bereits in das Förderungsprogramm aufgenommen. Der kantonale Förderbeitrag wird im neuen Jahr um 50 Franken erhöht. 

Ebenfalls kommt es zu einer Neueinführung im Förderprogramm, welche die Fernsteuerung von Heizungen in Zweitwohnungen verändert. Ferienhaus- und Ferienwohnungseigentümer erhalten Unterstützung bei der Installation einer Fernsteuerung der Heizung. So soll Energie eingespart werden.

Diese Erneuerungen im Förderungsprogramm ziehen finanzielle Auswirkungen nach sich. Insgesamt belaufen sich die Zusatzkosten auf 100'000 Franken pro Jahr. Die Verantwortlichen der Fachstelle Energie kalkulieren dies, aufgrund der jährlichen Entnahmen von 750'000 Franken aus dem Energiefonds. Dies ist in der Finanzplanung vorgesehen. Dadurch kann mit einer Lebensdauer des Fonds bis 2024 gerechnet werden.

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