Gestutzte Flügel in Samedan
Vom Flugplatz in Samedan aus starten im Moment mehrheitlich nur Such- und Rettungsflüge sowie Material-Transportflüge, wie Christian Gorfer vom Engadin Airport auf Anfrage erklärt: «Wir haben die Rega-Basis hier, für die natürlich keine Flugbeschränkungen bestehen. Auch die lokalen Helikopterunternehmen, die beispielsweise beim Holzschlag in den Bündner Wäldern Transportflüge machen, können noch fliegen.»
Flugfenster am Mittwoch-Nachmittag
Am Mittwoch-Nachmittag ist der Flugplatz in Samedan zwischen 13.30 und 17.00 Uhr für den Schweizer Flugverkehr geöffnet. «Dabei geht es vor allem darum, dass die Piloten ihre Flugpraxis nicht verlieren, was in erster Linie für einen weiterhin sicheren Flugbetrieb sorgt.» Das Flugfenster sei entsprechend auch mit dem lokalen Motorflugklub abgesprochen und koordiniert.
Bereit – auf Abruf
Kommerzielle Passagierflüge sind auch noch möglich: «Dafür müssen wir aber vier Stunden im Voraus informiert werden, damit wir das nötige Personal rechtzeitig aufbieten können – auch um die Sicherheits- und Rettungsvorkehrungen im Falle eines Brandes oder eines Unfalles sicherzustellen.» Dies betreffe jedoch nur Flüge innerhalb der Schweiz. Internationale Flüge mit Passagieren dürfen den Flugplatz Samedan im Moment nicht anfliegen. «Während des Flugfensters am vergangenen Mittwoch ist ein einziger Flieger von Ausserhalb bei uns gelandet. In erster Linie war der lokale Motorflugklub mit einem Flugzeug unterwegs und hat die Praxiszeit genutzt, um beispielsweise Landeanflüge zu trainieren.» Andreas Bodmer, Präsident des Aeroclubs Engadin kann die momentanen Einschränkungen nachvollziehen: «Es geht wohl insbesondere auch darum, den Ausflugs-Flugverkehr im Moment auf ein Minimum zu reduzieren und damit die Corona-Schutzmassnahmen umsetzen zu können». Er selbst ist davon im Moment unmittelbar betroffen: «Ich sitze seit sechs Wochen auf Mallorca fest und warte darauf, dass ich wieder nach Hause fliegen kann.»