Gemeinde will Zone einschränken
Der Disentiser Gemeindevorstand legt dem kommunalen Parlament kommende Woche eine Teilrevision des Gesetzes über das Strahlen und Goldwaschen vor. Die Revision des bald 20 Jahre alten Gesetzes umfasst gemäss Botschaft mehrere Punkte. In der Hauptsache soll das Goldwaschen für den Schutz der Flüsse und Fische auf eine genau definierte Zone beschränkt werden. Konkret soll sich diese Zone einerseits in Fontanivas von der Vorderrheinbrücke der Via Lucmagn bis zur Brücke in Brulf erstrecken, andererseits in Ruinas bis zur Gemeindegrenze mit Medel/Lucmagn. Die Zone befindet sich im Umfeld des Campingplatzes Fontanivas und ist gemäss Botschaft grösstenteils sicher und für Familien geeignet. Sie entspreche den heutigen touristischen Interessen.
Auf dem ganzen übrigen Gemeindegebiet soll das Goldwaschen verboten werden. Ausserdem wird die Zeit für das Goldwaschen verkürzt: Statt am 15. Oktober soll die Saison schon Mitte September enden. Insgesamt nehme das abgeänderte Gesetz Rücksicht auf die grosse touristische Bedeutung des Goldwaschens in Disentis, so der Vorstand, fördere aber gleichzeitig auch den Schutz der Natur und erlaube die Kontrolle sowie ein Einschreiten im Fall von Übertretungen.
Was meinen die Goldwäscher selbst zur Teilrevision? Laut Sandro Cavegn von der im touristischen Bereich tätigen Firma Aurira GmbH dürften die Meinungen unter den Betroffenen geteilt sein. «Ich persönlich finde es grundsätzlich gut, dass das Goldwaschen reglementiert, die Uferzonen geschützt und die Fischlaichzeiten berücksichtigt werden», so Cavegn. Ob eine Lösung das Optimum sei, darüber lasse sich immer diskutieren. Er hoffe jedenfalls, dass die Gemeinde die Goldwasch-Aktivitäten dann auch kontrolliere – und nötigenfalls gemäss Gesetzestext Sanktionen gegen Fehlbare verhänge. Nicht vergessen dürfe man ausserdem, die neuen Regelungen breit und mehrsprachig zu kommunizieren.