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Schweiz und Welt

Gegen ein überhitztes Chur

Südostschweiz
23.07.2022, 10:52 Uhr
heute um 16:30 Uhr

Vielleicht ist es euch auch aufgefallen: Chur ist im Sommer oftmals einer der heissesten Orte in der Schweiz. Das ist nicht nur ein Gefühl, es ist wirklich so. Dies, weil Chur wenig Grünflächen habe, bestätigt das Schweizer Bundesamt für Statistik. Aufgrund übermässig viel Asphalt- und Betonflächen heizt sich die Stadt bis zu 10 Grad stärker auf als die Umgebung. Initiantinnen und Initianten der Stadtklima-Initiative haben knapp 1000 Unterschriften gesammelt, um das in Zukunft zu ändern, wie es in einer Mitteilung heisst.

Chur schneidet bei den Grünflächen schlecht ab

In einer im April veröffentlichten Studie vom Bundesamt für Statistik über «Schweizer Städte» falle auf, dass die Stadt Chur mit 7 Prozent einen der tiefsten Anteile von Grün- und Erholungsflächen im Siedlungsgebiet unter den Schweizer Städten habe, heisst es in der Mitteilung. Chur liege bei den Städten mit 20'000–50'000 Einwohnern auf dem 30. Platz von 40 Gemeinden. Berücksichtige man auch die grösseren Städte, liege Chur sogar nur auf dem 40. Platz von 50 Gemeinden.

Initiative fordert: Aus Grau mach Grün

Die Stadt Chur müsse hitzeerträglicher gestaltet werden. Das findet Anita Mazzetta, Geschäftsleiterin WWF Graubünden und gewählte Grossrätin für die Grünen: «Die Entsiegelung der Strassenräume zu Gunsten von Grünflächen und Bäumen kühlt die Stadt ab, spendet Schatten und schafft zugleich Lebensräume für Tiere und Pflanzen.» Genau dieses Anliegen stützt die Stadtklima-Initiative, die im vergangenen Mai von zwölf Organisationen und Parteien lanciert wurde. Knapp 1000 Personen haben die Initiative in den letzten zwei Monaten unterschrieben. Sie möchte, dass während zehn Jahren jährlich ein Prozent des Strassenraums auf Stadtgebiet in Grün-, Fussverkehrs- und Veloflächen umgewandelt werden. Im Herbst soll die Initiative eingereicht werden. Bis dahin wollen die Initiantinnen und Intitiaten weitere Unterschriften sammeln. (kop)

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