«Fühle mich vom AO-Geist durchdrungen»
Dieses Mal ist es die aus Deutschland stammende Jana Felicitas Schader.
Experimentelle Forschung ist eine Disziplin, für die sich Jana Felicitas Schader schon seit Langem sehr interessiert. Besonders fasziniert ist die Absolventin eines Medizinstudiums an der Technischen Universität München, das sie als «technisch orientiert» bezeichnet, von der Biomechanik. Nach dem Ende ihrer AO Research Institute (ARI) Fellowship im Juni 2020 trat sie eine Stelle als orthopädische Unfallchirurgin am Kantonsspital Graubünden im Team von Dr. Christoph Sommer in Chur an.
Programmieren lernen
Während ihrer Zeit am ARI beteiligte sich Jana an verschiedenen Projekten. In einem davon ging es um die virtuelle Entwicklung von orthopädischen Implantaten. Unter der Leitung von Dr. Peter Varga, Focus Area Leader Biomechanics and Modeling, ARI, und mit einer Gruppe von Ingenieuren aus der ARI-Abteilung Biomechanics and Modeling bildete Jana bereits existierende Implantate am Computer nach. Die resultierenden Simulationen konnten virtuell patientenspezifisch verändert und belastet werden. Für das Projekt musste Jana programmieren lernen – eine völlig neue Erfahrung für sie: «Es war spannend, am PC machen zu können, was ich normalerweise am Operationstisch mache», blickt sie zurück.
In einem weiteren Projekt trug Jana zur Konstruktion einer Art Guillotine zum Herbeiführen von Knochenbrüchen bei. Ziel war eine Methode zur Standardisierung von pertrochantären (die Rollhügel am Oberschenkelknochen Anm. d. Red.) AO 31-A1 Testfrakturen: Die Möglichkeit, Knochen entlang vordefinierter Sollbruchstellen auf reproduzierbare Weise zu brechen, ist eine wichtige Voraussetzung für den direkten Vergleich verschiedener orthopädischer Implantate.