Freunde der Sonderjagd starten Abstimmungskampf
Die Abschaffung der Sonderjagd wäre ein Experiment, sagte Robert Brunold, Präsident des Bündner Kantonalen Patentjäger-Verbandes BKJV. Mit «guten Gründen gegen Abschaffung der Sonderjagd» starte das Komitee seinen Abstimmungskampf. Das Bündner Stimmvolk wird am 19. Mai über die Zukunft der Sonderjagd entscheiden. Die Argumente des Komitees werden am Freitag in Form einer Broschüre in alle Bündner Haushalte gestreut.
Duri Campell, Nationalrat und Vertreter des Bündner Bauernverbandes, referierte vor den Medienschaffenden zu den Wanderpopulationen beim Hirsch. Falls diese nicht reguliert würden, wären die Folgen absehbar: «Mehr Tiere, mehr Schäden. Bei grossen Schäden verlieren die Schutzwälder ihre Funktion, die bewohnten Gebiete vor Lawinen und Murgängen zu sichern. Bei hohen Tierbeständen breiten sich Krankheiten schneller aus.»
Wichtig für «Nationalpark-Hirsche»
Ins gleiche Horn bläst Madlaina Fliri, Zimmerin und Jägerin: «Die Sonderjagd ermöglich die Bejagung der Nationalpark-Hirsche, die erst nach der Hochjagd im September den Nationalpark in Richtung Wintereinstand verlassen. Die Sonderjagd hat sich über die letzten 30 Jahre bewährt.» Mit der Abschaffung diese fiele man zurück auf Feld Eins.
Ich empfehle dringend, an der Sonderjagd festzuhalten und auf Experimente zu verzichten.Tarzisius Caviezel, Vizepräsident BKJV