Flüchtlinge besser einbinden
Bund und Kantone wollen anerkannte Flüchtlinge sowie vorläufig aufgenommene Personen schneller in die Arbeitswelt integrieren und damit deren Abhängigkeit von der Sozialhilfe reduzieren. Zu diesem Zweck einigten sie sich auf eine erweiterte gemeinsame Integrationsagenda Schweiz.
Das Umsetzungskonzept zur Agenda bilde die Grundlage für die künftige Tätigkeit der schon bestehenden kantonalen Koordinationsstelle für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, teilte die Glarner Regierung am Dienstag mit. Im Zusammenhang mit der Vereinbarung über die Integrationsagenda erhöhte der Bund die Integrationspauschale von 6000 auf 18'000 Franken pro Person.
Im Budget 2020 und in der Finanzplanung 2021 bis 2024 seien der Aufwand für die Umsetzung der Integrationsagenda sowie die Weiterführung der kantonalen Koordinationsstelle enthalten, schreibt die Regierung. Die Bundesbeiträge für das Asylwesen reichten insgesamt, um die zusätzlichen Investitionen zu finanzieren.
Hohe Erwerbsquoten
Die Investition und die Förderung der Integration zahlt sich laut Regierungsangaben aus. Bei den anerkannten Flüchtlingen verzeichne der Kanton Glarus mit 62 Prozent die schweizerisch höchste Erwerbsquote. National liegt der Schnitt gemäss Regierung bei 35 Prozent. Bei den vorläufig aufgenommenen Personen betrage die Erwerbsquote ebenfalls 62 Prozent, gegenüber dem schweizerischen Mittel von 43 Prozent. (sda)