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Schweiz und Welt

Es wird nass: Starkregen fegt über Graubünden

Südostschweiz
28.08.2020, 12:59 Uhr
heute um 16:56 Uhr

Vom Freitagnachmittag bis am Sonntagnachmittag liegt über Graubünden eine Störung, die während 72 Stunden keinen Wank machen wird. Roger Perret von Meteo News sagt, dass dies durchaus aussergewöhnlich sei. Dazu kommt: «Die Schneefallgrenze ist sehr hoch, teilweise über 3000 Meter. Deswegen werden sich diese Wolken in Form von Regen entleeren», sagt er.

Das Ausmass der Niederschläge wird deutlich, wenn man es in den durchschnittlichen, monatlichen Kontext setzt. In Mesocco beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge für den Monat August 163 Liter pro Quadratmeter. Erwartet werden in den nächsten Tagen alleine ca. 240 Liter pro Quadratmeter. Das kann gefährlich werden, sagt Perret: «Die kleinen Bäche werden problematisch ansteigen. Murgänge, Erdrutsche, alles ist möglich.»

https://twitter.com/MeteoNewsAG/status/1298924385751969792

Je weiter südlich, desto heikler werde die Lage in den nächsten Tagen. Einzig das Engadin sei weniger betroffen, dort bewege sich die Niederschlagssumme um das Augustmittel.

Ziemlich genau vor einem Jahr fegte ein vergleichbares Unwetter über Graubünden. Damals lösten die starken Niederschläge mehrere Schlammlawinen aus. Gleich drei Bündner Pässe waren anschliessend unpassierbar.

Unwetter fegt über Graubünden: Schlammlawinen blockieren Passstrassen

Wie die Gemeinde Albula/Alvra auf ihrer Homepage mitteilt, sei die Strecke von Brienz bis Crappanaira von heute Freitag, ab 18.30 Uhr aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine Umleitung über Tiefencastel sei eingerichtet. Am Montag, um 13.15 Uhr, würden weitere Informationen folgen. (mas)

 

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