Es braucht den Equal Pay Day – noch immer
So etwa beim Thema gleicher Lohn für gleiche Arbeit. «Unsere Vorgängerinnen haben das Heute gestaltet – wir gestalten das Morgen». Unter diesem Motto danken die BPW schweizweit all den Frauen, die in der Vergangenheit für jene Rechte gekämpft haben, die heute so selbstverständlich sind. Dafür mussten sie so manche Schmähung ertragen, aber sie haben die Schweiz so weit gebracht, dass jetzt seit immerhin 50 Jahren alle erwachsenen Bürgerinnen und Bürger der Schweiz Wahlrecht haben.
Es bleibt noch einiges zu tun
Doch der Weg ist noch nicht zu Ende, und speziell die BPW setzen sich weiterhin ein für die wirtschaftliche und politische Teilhabe von Frauen. Ein wichtiger Teil davon ist, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Denn das trägt dazu bei, dass sich Frauen und Männer in der Aufteilung von Familien- und Berufszeit frei entscheiden können, unabhängig von wirtschaftlichen Zwängen. Daran wird am Equal Pay Day – dem internationalen Tag der Lohngleichheit – erinnert. Er fällt dieses Jahr in der Schweiz auf den 20. Februar. Denn bis zu diesem Tag haben die Arbeitnehmerinnen in der Schweiz gratis gearbeitet, während ihre männlichen Kollegen bereits seit dem 1. Januar ihren Lohn erhalten. Nachvollziehbare Gründe, warum eine Frau für dieselbe Arbeit und Leistung weniger verdienen soll als ein Mann, gibt es aus Sicht der Business and Professional Women keine. Der diskriminierende Anteil der Lohnungleichheit beträgt noch immer 14,4 Prozent, wobei sich BPW Switzerland an den Medianlöhnen der Privatwirtschaft orientiert (BFS Stand 2018; Medianwert).
Vorteil für die Unternehmen
Mit dem Inkrafttreten des revidierten Gleichstellungsgesetzes am 1. Juli 2020 wird in Zukunft mehr Transparenz geschaffen. Es verpflichtet Unternehmen mit 100 und mehr Angestellten, Lohnanalysen durchzuführen. BPW sind zuversichtlich, dass damit ein Bewusstsein dafür entsteht, dass faire Anstellungs- bedingungen für gut ausgebildete Frauen ein Imagegewinn sind und ein Marketinginstrument sein können, um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt für sich zu gewinnen.