Entwässerung könnte Rutschung verlangsamen
Die Gemeinde Brienz ist ein Sorgenkind der Bündner Regierung und wegen des Bergrutsches immer wieder in den Schlagzeilen. Der Berg rutscht immer weiter und ein Bergsturz ist nicht ausgeschlossen. Aus diesem Grund hat die Regierung Anfang Monat beschlossen, mehrere Millionen Franken für weitere Untersuchungen zur Verfügung zu stellen.
Nun wurde in einer Mitteilung des Kantons bekannt, dass eine Entwässerung der Maiensässe die Rutschgeschwindigkeit verlangsamen könnte. Für dieses Projekt genehmigt die Regierung einen Kantonsbeitrag von rund 2,14 Millionen Franken, wie der Kanton Graubünden mitteilt. Das Projekt umfasse die Instandsetzung der bereits bestehenden, aber zurzeit nicht mehr wirkungsvollen Entwässerung der Brienzer Maiensässe.
Brienz, ein ungewisses Zuhause
Die Bewohner in Brienz sind beunruhigt, aber auch gefasst:
Die Rutschungen in Brienz sind sehr komplex und stellen derzeit eine der grössten Herausforderungen beim Umgang mit Massenbewegungen im Alpenraum dar. Die Rutschung Berg beträgt bis zu sechs Meter pro Jahr und die Rutschung Dorf bis zu 1,2 Meter pro Jahr. (abr)