«Eine Prognose in der jetzigen Zeit zu machen ist schwierig.»
Wie stark hat die Coronapandemie das Geschäftsjahr 2021 eingenommen?
Im Personenverkehr stark, im Güterverkehr und Autoverlad wenig. Im Personenverkehr haben wir 16 Millionen Franken Verlust eingefahren, da die Nachfrage um 30 Prozent gesunken ist. Glücklicherweise wurde dies vom Bund und Kanton gedeckt.
Wie sieht der Verlust aus trotz Unterstützung von Bund und Kanton?
Wir rechnen für das Jahr 2021 mit 3 Millionen Franken Verlust. Dieser kommt fast vollständig von den Infrastrukturen. Dort haben wir weniger Trassee-Einnahmen bekommen, weil die Züge weniger Fahrgäste gehabt und wir mehr Unterhalt gemacht haben als geplant.
Wie sieht die Finanzlage aus im Vergleich zum letzten Jahr?
Wir sind im 2021 viel schlechter gestartet, als es anfangs 2020 der Fall war. Schrittweise konnten wir uns aber verbessern. Wir sind gespannt, wie sich das in diesem Jahr mit den neuen Coronamutationen verhält.
Wieso ist es momentan so schwierig, wieder mehr Passagiere zu bekommen?
Obwohl wir viele Gäste im Kanton Graubünden hatten, haben wir dennoch weniger Passagiere in den Zügen. Dies betrifft insbesondere auch internationale Gäste. Das wird sich wahrscheinlich erst dann wieder beruhigen, wenn die Massnahmen gegen die Coronapandemie wirken und wir wieder mehr Gäste in Graubünden willkommen heissen dürfen.
Wann wird man wieder auf das Niveau vor Corona kommen?