Ein «Wind of change» in der Val Lumnezia?
In der Surselva herrsch akute Verwechslungsgefahr: Bei der Lumnezia Energia AG handle es sich nicht um eine Nachfolgegesellschaft, schreibt die Parc da vent Lumnezia SA in einer Mitteilung. Die Lumnezia Energia AG sei auch nicht die Nachfolgegesellschaft der einst konkursiten Parc da vent Lumnezia SA. Dies werde aber von der Lumnezia Energia AG postuliert. Bei den Gründern der Lumnezia Energia AG handle es sich um die um den Auftrag bemühten Lieferanten, wie die Kommunikationsstelle der Parc da vent SA weiter schreibt.
Rauer Gegenwind
Das Projekt eines Windparks im Gebiet Alp da Lumbrein- Um Su-Scharls hat in seiner relativ kurzen Geschichte bereits zweimal Schifftbruch erlitten. Genauer gesagt hat die erste der beiden Projektierungsgesellschaften, die Altaventa Surselva AG, im Jahr 2016 Insolvenz angemeldet. Nicht anders erging es vor etwas mehr als einem Jahr der Parc da vent Lumnezia SA. In einem damals in die Haushalte der Val Lumnezia gestreuten Flyer hiess es, dass die Zahlungsunfähigkeit eines Aktionärs für deren Konkurs verantwortlich gemacht werde. Nach einem Obergerichtsentscheid werde Guido Schönenberger wieder Besitzer der Aktien des insolventen Aktionärs der Parc da vent Lumnezia SA. Damit sei die Gesellschaft wieder voll funktionsfähig und bleibe vor Ort im Einsatz. Auch die Surselva Tourismus distanzierte sich vor einem Jahr in der Zeitung «Südostschweiz» vom Projekt. Es seien «unnatürliche Infrastrukturen», sagte Verwaltungsratspräsident Simon Osterwalder damals.
Endlich Aufwind?
Wie es in der Mitteilung weiter heisst, werde das Projekt am 1. Oktober der Bevölkerung vorgestellt. Am 24. November wird in der Gemeinde Lumnezia eine Abstimmung durchgeführt. Spricht sich das Volk dann für den Windpark aus, werde mit dem Umweltverträglichkeitsbericht weitergefahren. (ham)