Ein Rekordtiefpreis in der Stromproduktion
Im Geschäftsjahr 2018/19 realisierten die Engadiner Kraftwerke (EKW) eine Energieproduktion von 1365 Millionen Kilowattstunden (kWh). Dies entspricht dem langjährigen Durchschnitt. Die Wasserzuflüsse waren geprägt von einem trockenen Herbst, einem schneereichen Winter und einer späten und sehr raschen Schneeschmelze, wie die Aktiengesellschaft in einer Mitteilung schreibt.
Die im Vergleich zum Vorjahr etwas höhere Stromproduktion wirkte sich positiv auf die Produktionskosten aus: Mit konkurrenzfähigen 4.33 Rappen pro kWh erreichten sie sogar ein Rekordtief. Die Konzessionsgemeinden sowie der Kanton konnten aufgrund der höheren Produktion insgesamt Wasserzinsen von 19,5 Millionen Franken für sich verbuchen. Im Vorjahr waren es 18,2 Millionen Franken.
Grosse Projekte auch in diesem Jahr
In technischer Hinsicht war das abgelaufene Geschäftsjahr geprägt von mehreren Grossprojekten. Der Neubau der Talleitung wurde weiter vorangetrieben und bis Ende September 2019 war die Teilstrecke Pradella-Zernez-Ova Spin in Betrieb und die Teilstrecke Zernez-Bever fertiggestellt und geprüft. Im baulich angepassten Unterwerk Zernez wurde die neue 110-kV-gasisolierte Schaltanlage montiert und in Betrieb gesetzt, heisst es weiter.
Diese innovative Schaltanlage ist mit einem neuartigen, umweltfreundlichen und klimaschonendem Isoliergas befüllt. Das Klimaschädigungspotenzial dieses Gases liegt bei nur ein Prozent im Vergleich zum herkömmlichen, konventionell verwendeten Schwefelhexafluorid. Dank diesen Arbeiten konnten die alten 60-kV-Freileitungen komplett stillgelegt und zum Rückbau frei gegeben werden.