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Schweiz & Welt

Ein «kleiner roter» Steuermann für die SBB?

Südostschweiz
05.09.2019, 10:14 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Am Mittwoch überschlugen sich die Schweizer Medien zuerst mit mehr oder weniger originellen Wortspielen zum angekündigten Rücktritt von SBB-CEO Andreas Meyer. Kaum hatte sich die erste Aufregung gelegt, ging es naturgemäss ans Spekulieren über die Nachfolge des höchsten Schweizer Eisenbähnlers. Und ein Name ist überall gefallen, bei der NZZ, beim Tages-Anzeiger, bei 20 Minuten: RhB-Chef Renato Fasciati. Erstgenannte erhebt den Bündner gar zum Kronfavoriten.

Und überraschend kommen die Spekulationen um Fasciati nicht. Denn das Anforderungsprofil an den künftigen SBB-Chef ist, zumindest in der öffentlich-medialen Perspektive, relativ klar umrissen: Ein Eisenbähnler muss es sein, Schweizer, führungserfahren und mit einem klar vorzeigbaren Leistungsausweis. Er muss betriebswirtschaftlich erfolgreich gewesen sein und sich auf der politischen Bühne bewegen können. Zudem wird er stark in der Öffentlichkeit stehen und muss entsprechend kommunizieren können. 

Viele Namen kommen da nicht in Frage, am ehesten die aktuellen oder ehemaligen Chefs von Schweizer Regionalbahnen. 20 Minuten nennt etwa den Chef der Südostbahn SOB, Thomas Küchler, Bernard Guillelmon, Chef der Berner BLS, und eben Renato Fasciati, Chef der Rhätischen Bahn. Dieser werde, so berichtet die NZZ, von Quellen in der ÖV-Branche und in der Bundesverwaltung spontan als erster genannt als Meyer-Nachfolger. Gegenüber der NZZ habe er sich nur zur Aussage verleiten lassen, er habe derzeit einen Traumjob und fühle sich der RhB stark verbunden.

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