Die Sonderjagd muss es richten
An der Bündner Hochjagd haben 244 (2018: 219) Jägerinnen und 5392 (2018: 5483) Jäger teilgenommen. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse konnte beim Hirschwild nicht an die sehr guten Ergebnisse der Jahre 2015 bis 2017 angeknüpft werden. Auch die optimalen Äsungsbedingungen in der Höhe haben nicht dazu beigetragen, dass mit dem Wechsel vom Sommer- in den Wintereinstand Bewegung in die Hirschpopulationen kam.
Mittlere Hirschstrecke
Unterschiede zwischen den Hirschregionen waren aber deutlich eruierbar. So gab es gemäss einer Mitteilung des Kantons Graubünden vom Donnerstagmorgen in den südlichen Regionen (Bergell, Val Poschiavo, Sur Funtana Merla und in der Val Müstair), im Raum Davos und in Untervaz im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine überdurchschnittliche Jagdstrecke beim Hirsch. In der Surselva und in der Mesolcina war die Hochjagdstrecke beim Hirsch durchschnittlich. In den restlichen Regionen sind die entsprechenden Zahlen unterdurchschnittlich. In Suot Funtauna Merla ergab sich wie bereits im vergangenen Jahr sogar eine tiefe Hochjagdstrecke beim Hirsch.
Im ganzen Kanton tiefe Rehstrecke
Die Rehstrecke ist gemäss der Mitteilung im ganzen Kanton, wie im vergangenen Jahr, tief ausgefallen. Sie widerspiegelt die in fast allen Regionen festgestellte Abnahme der Rehbestände aufgrund der Verluste in den beiden vergangenen, langen und schneereichen Winter. Im Safiental sind die entsprechenden Zahlen sogar sehr tief ausgefallen. Die Rehbockstrecke der Hochjagd ist ein guter Indikator für die Beurteilung der Bestandsgrösse. Sie dient als Grundlage für die Planung der Sonderjagd.