Die Lawinensituation bleibt heikel
Am Donnerstagnachmittag ist ein 56-jähriger Skitourengeher in den Flumserbergen von einer Lawine verschüttet worden. Nach seiner Bergung ist er im Spital verstorben.
TV Südostschweiz hat mit Thomas Stucki, Gruppenleiter Lawinen und PräventionLawinenwarnung am Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) Davos, gesprochen. «Nach Neuschnee und Sturm ist die Lawinengefahr weiterhin heikel», sagte Stucki. «Und mit dem angekündigten Neuschnee am Wochenende bleibt die Lawinengefahr erheblich.»
Für Wintersportler, die sich abseits der Pisten bewegen wollen, sei es wichtig, dass sie über die nötige Erfahrung verfügen, um die Situation richtig einschätzen zu können, so Stucki weiter.
Vorsicht ist geboten
Die Gefahrenstufe sei aber nicht aussergewöhnlich für diese Jahreszeit. Dennoch würden wohl viele Wintersportler die aktuelle Gefahr unterschätzen. Dies auch, weil die Lawinengefahr recht häufig als erheblich eingestuft wird. Die Lawinengefahr wird auf fünf Stufen eingeteilt, von gering bis sehr gross.
Vom Berner Oberland, über Nord- und Mittelbünden ist die aktuelle Lawinenstufe derzeit erheblich. Das bedeutet, dass es spontane Lawinenabgänge geben kann und einzelne Skitourengänger Lawinen auslösen können.
Für das Erreichen der höchsten Lawinenwarnstufe bräuchte es noch enorme Schneemengen. So wie im Januar 2018, als es über längere Zeit starke Schneefälle gab, zwischen 1,5 und 2,5 Meter. (phw)