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Schweiz und Welt

Die Churer-Maske gibt es erst im Juni

Südostschweiz
17.05.2020, 04:30 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Die Idee hatte EcoGrischun, eine Fertigungswerkstätte für Erwachsene in Chur. CEO Adrian Ciardo bestätigt auf Anfrage, dass es ungefähr zehn Prototypen der Churer Maske gibt. Eine davon hat Stadtpräsident Urs Marti während der Medienkonferenz zur Kampagne «Ich schütze dich und mich» getragen – und bekannt gemacht. Seither gab es immer wieder Anfragen – und bereits 3000 Bestellungen.

Nur, es gibt nach wie vor nur die Prototypen der Maske. Und dies, obschon EcoGrischun sich an die Produktion gemacht hat. Wie Ciardo sagte, fehle der Stoff für die Produktion. Und dies, weil das Glarner Familienunternehmen, welches den Stoff liefern sollte, kürzlich Konkurs anmelden musste. «Ersatz zu finden ist nicht einfach, weil es in der Schweiz nur noch wenige Stoff-Hersteller gibt. Und weil die Produktion des Stoffes für Schutzmasken aufwändig ist», so Ciardo weiter.

https://twitter.com/CoronaStabChur/status/1260450962113781762

Inzwischen würden aber Offerten vorliegen und Ciardo ist zuversichtlich, dass der benötigte Stoff innert vier Wochen zur Verarbeitung vorliegen wird.

Erhältlich wird die Schutzmaske für 9.90 Franken bei EcoGrischun und den angeschlossenen Brockenhäusern, Velogeschäften und der Schreinerei sein. Und natürlich online. «Wir erhalten derzeit auch Bestellungen aus Österreich und Deutschland.» Ciardo vermutet, dass diese von Heimweh-Churern kommen. Diese können sich dann auch sicher sein, dass ihre neuen Masken alle nötigen Vorgaben entsprechen, denn im Auftrag der «National Covid-19 Science Task Force» des Bundes sind präzise Vorgaben für textile Masken definiert worden, die das Risiko der Coronavirus-Verbreitung minimieren. (phw)

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