Der Kanton soll künftig Elektrofahrzeuge kaufen
Die vier Grünliberalen im Landrat wollen den Fahrzeugpark des Kantons Glarus CO2-frei machen. In einem Postulat bitten sie den Regierungsrat zu prüfen, wie weit bei Ersatz- und Neukäufen die Fahrzeuge «auf alternative und somit auf möglichst energieeffiziente und auf alternative und somit möglichst energieeffiziente und CO2-freie Antriebe umgestellt werden kann. Dabei geht es den Grünliberalen insbesondere batterie- und wasserstoffbetriebene Fahrzeuge.
Reife und kommende Technologie
Der Kanton Glarus und seine öffentlichen Einrichtungen seien wesentliche Fahrzeugkunden, begründen die Postulanten ihr Ansinnen mit dem Gewicht, das der Kanton als Käufer habe.
Bei den gewöhnlichen Autos solle er darum bei jedem Kauf ein herkömmliches durch ein alternatives und CO2-freies ersetzen. Und dazu gehöre auch, die Energie für den Betrieb aus erneuerbarer Quelle zu beziehen.
Denn: Die Elektromobilität sei heute in den verschiedenen Fahrzeugkategorien kein Pionierding mehr, sondern «in der Gebrauchs- und Alltagstauglichkeit angekommen».
Pflicht zum Nachdenken
Auch weitere umweltfreundlichere Antriebe seien in Entwicklung oder schon auf dem Markt, begründen die Postulanten ihren Vorstoss weiter; namentlich die Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff Strom liefert.
Wählt der Kanton im Einzelfall anders, so soll jeder Entscheid in einem Bericht vor dem Regierungsrat begründet werden – eine Art vorbeugender Denk-Anstoss der Postulanten.
Vorbildfunktion wahrnehmen
Wenn es um Spezialfahrzeuge geht, so sollten bei den Fahrzeugherstellern die Bedürfnisse nach emissionsärmeren oder -freien Antrieben künftig frühzeitig deponiert werden. Begründung: «Dies unterstützt die Forschung und Entwicklung.»
Weiterer Grund für den Vorstoss, den der Landrat der Regierung überweisen oder fallen lassen kann: Mit seiner neuen Haltung werde der Kanton auch zu einem Vorbild für die Gemeinden und für weitere öffentliche Institutionen.