Der Albulapass steht wieder unter Strom
Wie die Netzbetreiberin Swissgrid vermeldet, sind die Instandsetzungsarbeiten der beschädigten Leitungen auf dem Albulapass abgeschlossen. Sie wurden wie geplant Ende Juli wieder in Betrieb genommen, nachdem vier Masten durch einen Sturm umgeknickt wurden. Mitte April begann Swissgrid mit der Instandsetzung. Die Herausforderung für die Arbeiter seien, vor allem im Mai wegen teils intensiver Schneefälle, gross gewesen.
Unterbruch ohne grosse Einbussen
Seit dem Sturm waren die beiden betroffenen 380-kV-Leitungen von Filisur nach Robbia sowie Pradella, Robbia nach Sils ausser Betrieb. Wie Swissgrid weiter schreibt, verzichtete man aufgrund der latenten Lawinengefahr aus Sicherheitsgründen auf den Bau einer provisorischen Verbindung mit Notmasten. Die Netzsicherheit im Übertragungsnetz sei aber zu jeder Zeit gewährleistet gewesen. Trotz der Schäden waren keine Unterbrüche im Übertragungsnetz zu verzeichnen. Die Arbeiten seht Ihr hier im eindrücklichen Video:
Zuerst mussten die Schneemassen von der Strasse geräumt werden. Danach wurden zuerst die alten Fundamente entfernt und neue gebaut. Anschliessend wurden die Masten errichtet und die Leiterseile eingezogen. Die neuen Masten weisen dieselbe Geometrie auf wie die alten, halten in Zukunft aber dank verstärkten Fundamenten und Tragwerken noch stärkerem Wind stand. Zudem verfügen die Fundamente zweier Masten neu über einen Lawinenschutz. Die Spezialisten auf den Baustellen waren mit Lawinensuchgeräten ausgerüstet. Ein Container hätte im Notfall für 48 Stunden Zuflucht geboten. Die Arbeiten wurden ohne Unfälle abgeschlossen und kosteten rund 2,8 Millionen Franken. (ham)
Instandsetzung der Albulaleitungen in Zahlen
Betroffene Leitung: 380-kV-Leitung Pradella – Sils, Stränge Filisur – Robbia und Pradella – Robbia – Sils
Anzahl betroffene Masten: 4
Verbaute Betonmenge: ca. 300 Tonnen
Verbaute Stahlmenge: 120 Tonnen
Verbaute Leiterseile: 30 km
Anzahl am Bauprojekt beteiligter Personen: ca. 70