Davoser Schüler haben zwei Tage schulfrei
Sämtliche Schüler der Davoser Volksschule von Kindergarten bis Oberstufe haben zwei Tage schulfrei. «Wir haben in Davos gegenwärtig verschiedene Täler, die von der Aussenwelt abgeschnitten sind. Heikel ist die Lage auch bei exponierten Höfen und einigen Strassen», erklärt Hauptschulleiter Martin Flütsch auf Anfrage. In Davos Monstein sei ausserdem eine Lawine niedergegangen. Weitere Lawinen werden gemäss Flütsch wohl noch künstlich ausgelöst. Die Situation sei deshalb heikel, sodass man am Nachmittag zusammen mit dem Lawinendienst der Gemeinde entschieden habe, dass es nicht zu verantworten sei, dass die Schüler am Dienstag und am Mittwoch in die Schule kommen.
Unglaubliche Schneemassen liegen laut Flütsch nicht nur in den Tälern, sondern auch auf den Strassen in ganz Davos, sodass der Schulweg teilweise für die Kinder deutlich erschwert und teilweise auch gefährlich wäre. «Wenn die Räumungsmaschinen vorbeifahren, müsste mit schwierigen Situationen gerechnet werden. Dies wollen wir vermeiden.»
Viele Schüler dürften wohl nicht allzu unglücklich über den Ausfall sein. Dies sieht auch Flütsch so: «Für die Schüler ist das megacool. Dass ist das Ereignis, auf welches sie gewartet haben.» Bereits im letzten Jahr sei es zu Diskussionen gekommen, als vor dem WEF ähnlich viel Schnee gefallen sei. Damals habe man die Entscheidung getroffen, dass ein Schulbesuch verantwortbar sei. «Dieses Mal ist aufgrund der Wetterlage, verbunden mit den ausserordentlich starken Winden, die Lage zu gefährlich, um die Kinder aus den verschiedenen Täler in die Schule zu schicken. ‹Seit ich 2002 Hauptschulleiter geworden bin, ist die Schule noch nie komplett ausgefallen›, erklärt Flütsch. In gewissen Tälern komme es aber alle zwei bis drei Jahre vor, dass der Schulbesuch nicht möglich sei.
Folgender Brief wurde heute den Kindern in der Schule verteilt:
Wann hatten wir das letzte mal âschneefreiâ? Häbend eu Sorg!
Gepostet von Valérie Favre Accola am Montag, 14. Januar 2019
Dass die Lage aktuell in Davos prekär ist, beweist auch folgende Meldung: