Zum Hauptinhalt springen
Schweiz & Welt

Jüdisch-orthodoxe Gäste werden in Davos zum Streitfall

Südostschweiz
25.08.2023, 15:45 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Zwischen 3000 und 4000 jüdisch-orthodoxe Gäste haben nach Schätzungen diesen Sommer ihre Ferien in Davos verbracht. Das freut nicht alle. Zunehmend wird Kritik am Verhalten dieser Touristinnen und Touristen laut.

In Davos brodle es, warnt Reto Branschi, CEO der Destination Davos Klosters, im Interview. Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG), ist dagegen überzeugt, hier werde eine ganze Gästegruppe für das Fehlverhalten einiger weniger Personen verantwortlich gemacht.

Zusammenarbeit gekündigt

Jetzt hat die Situation erste Konsequenzen. Die Destination Davos Klosters hat die Zusammenarbeit mit dem SIG im Vermittlungsprojekt Likrat Public aufgekündigt. Das bestätigen sowohl Kreutner wie Branschi. Offenbar habe die Stimmung gegenüber den orthodoxen Gästen bei den Tourismusverantwortlichen schon umgeschlagen, mutmasst Kreutner im Interview.

Branschi hält dem entgegen, die Vermittlerinnen und Vermittler würden nicht ernst genommen, mit dem Projekt erreiche man nichts.

Das Interview mit Reto Branschi, CEO der Destination Davos Klosters:

Reto Branschi: «Ich habe wirklich das Gefühl, dass es brodelt»

Das Interview mit Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds:

Jonathan Kreutner: «Das ist weder bösartig noch arrogant»

Mehr zum Thema: Politik, Davos, Klosters