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Schweiz und Welt

Das «Bündner Gedächtnis» ist bald 10'000 Dokumente stark

Jano Felice Pajarola
27.02.2022, 04:30 Uhr
gestern um 12:16 Uhr

Der Startschuss ist Anfang Oktober 2017 erfolgt, inzwischen steht sie in ihrem fünften Lebensjahr: die von Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR) und der Stiftung Fonsart lancierte erste digitale Plattform zur Geschichte der romanischen Schweiz und Graubündens. In dieser Zeit haben laut einer Medienmitteilung bald 10'000 historische Dokumente den Weg in die Sammlung des von RTR-Mitarbeiter Flavio Huonder kuratierten Projekts Nossaistorgia.ch gefunden, teils aus den Beständen von Privatpersonen wie Romano Plaz aus Savognin, teils aber auch aus Institutionen. So ist unter anderen das Stadtarchiv Chur auf der Onlineplattform aktiv, es ist Nossaistorgia.ch-Mitglied seit bald einem Jahr. Sogar schon seit August 2018 mit dabei ist das Archiv cultural Tujetsch unter der Ägide von Gemeindearchivar Tarcisi Hendry.

Aufgeräumt und mit neuer Rubrik

Seit Februar 2022 verfügt Nossaistorgia.ch ausserdem über ein neues Erscheinungsbild, das laut Mitteilung für mehr Übersichtlichkeit und eine einfachere Navigation sorgt. Neu eingeführt wurde die Rubrik «Temas» mit verschiedenen Themen aus den Dokumentsammlungen, aktuell beispielsweise «Persunalitads – Persönlichkeiten» und «Olimpia – Olympische Spiele». Unverändert bleibt aber das Ziel der Plattform: Es soll eine Gemeinschaft von Benutzern entstehen, die historische Augenblicke der romanischen Schweiz und des ganzen Kantons Graubünden dokumentiert und rekonstruiert.

Wer sich an nossaistorgia.ch beteiligen will, muss einerseits zuerst über digitalisierte historische Dokumente aus der Rumantschia respektive aus Graubünden verfügen, an denen er die Rechte besitzt. Das können Bilder, Filme, Tonaufnahmen oder schriftliche Quellen aus dem eigenen Archiv sein. Andererseits muss er sich auf der Plattform als Benutzer registrieren; danach ist das Bestücken des Kontos mit historischem Material und das Teilen der Dokumente mit der Nutzergemeinschaft auf nossaistorgia.ch möglich. Pendants zur Plattform gibt es übrigens auch in anderen Landessprachen: notreHistoire.ch und lanostraStoria.ch.