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Schweiz & Welt

Dankbarer Sommer für Bündner Bauern

Südostschweiz
20.09.2019, 13:00 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Durch den eher kühlen Frühlingsanfang spross das erste Grün mit einer zeitlichen Verzögerung aus dem Boden der Bündner Weiden. Manch ein Bauer befürchtete, dass der für die Landwirtschaft ungünstig ausgefallene Sommer 2018 im Frühling dieses Jahres seine Fortsetzung nehmen würde. Aber es kam anders. «Nach dem späten Vegetationsbeginn startete der Sommer durch. Wir konnten von einem richtigen Mass an Niederschlägen und warmen Temperaturen profitieren und auch jetzt im September ist es immer noch sehr wüchsig», sagt Bauernverbandspräsident Thomas Roffler gegenüber «suedostschweiz.ch».

Nachwehen spürbar

«Die Qualität des Futters stimmt. Und auch die Ackerfrüchte wie beispielsweise der Mais gedeiht zufriedenstellend», sagt Roffler weiter. Dass das Fazit des Bauernpräsidenten derart positiv ausfällt, ist nicht selbstverständlich. Der Dürre-Sommer des vergangenen Jahres ist teilweise bis heute noch spürbar. Gerade an sonnenexponierten Hängen waren teils grosse Engerlingsschäden zu beobachten. «Mittlerweile haben sich die Grasnarben vielerorts wieder geschlossen», so Roffler.

Weniger Alpkäse auf dem Markt

Wirft man einen Blick auf die Alpsaison zeigt sich bezüglich der Vegetation ein ähnliches Bild. Der Futterwuchs liess anfänglich etwas auf sich warten, entwickelte sich aber fortan sehr gut. Im Vergleich zu früheren Jahren wurden die Alpen etwas später bestossen. Dadurch konnte etwas weniger Milch gewonnen werden, die anschliessend zu Alpkäse verarbeitet wird. (bae)

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