Churerinnen und Churer wollen auch in Zukunft ein Big Air
Am Sonntag haben die Churerinnen und Churer über drei kommunale Vorlagen entschieden. Alle drei wurden angenommen, wie die Stadt mitteilt. Am umstrittensten war die finanzielle Unterstützung für die Durchführungen des Big Air Festivals in den Jahren 2022 bis 2026. 56,74 Prozent waren für einen Kredit, 43,26 Prozent dagegen. Mit dem Ja an der Urne wird Chur Beiträge an das Event leisten, die jährlich schrumpfen – von 680'000 Franken in diesem Jahr auf 300'000 Franken im Jahr 2026. Der Gemeinderat hatte sich im Vorfeld einstimmig für die Vorlage ausgesprochen und hätte die Gelder in Eigenregie sprechen können, entschied sich aber dafür, das Stimmvolk miteinzubeziehen. «Wir wollten das Volk befragen. Im Wissen, dass es eine Sportveranstaltung in Verbindung mit Kultur ist, was vor dem Volk immer schwierig ist. Und wir haben aus meiner Sicht ein klares Ja bekommen», so Stadtpräsident Urs Marti gegenüber Radio Südostschweiz. Ohne Unterstützung der öffentlichen Hand, könnten Veranstaltungen dieser Art heutzutage nicht mehr durchgeführt werden, ist sich Marti sicher.
Das Big Air Chur fand im vergangenen Herbst zum ersten Mal auf der Oberen Au statt. Der Anlass, welcher Snowboard- und Freeskiwettbewerbe mit einem Musikfestival kombiniert, lockte insgesamt rund 30'000 Gäste an. Die Stadt Chur beteiligte sich mit 660'000 Franken an den Kosten. Gemäss Abstimmungsbotschaft hatte das Festival bei der ersten Austragung einen Umsatz von 4,5 Millionen Franken ausgelöst.
Special Olympics 2029 in Chur
Ebenfalls um einen Kredit ging es in der Vorlage «Special Olympics World Winter Games Switzerland 2029 – Host City Chur». 62,84 Prozent der Stimmbevölkerung hat sich für eine Beteiligung an den Gesamtkosten des Events und damit einen Kredit über 4,25 Millionen Franken ausgesprochen. Insgesamt wird der Anlass 38 Millionen Franken kosten. Stadtpräsident Marti freut sich sehr über das positive Abstimmungsergebnis: «Das gibt Mut, in einer sinnvollen Sache etwas für unsere Gesellschaft zu tun.»