Bund blockiert Totalrevision der Ju-52
Gemäss einem Sprecher des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) dürfen momentan weder Betriebe noch Einzelpersonen an den Maschinen Wartungen durchführen. Dies berichtet die «SonntagsZeitung». Betroffen sind sowohl die beiden Flugzeuge der Ju-Air in Dübendorf als auch die dritte Maschine, die derzeit im deutschen Mönchengladbach im Museum steht.
Die Zulassungen liefen auf die Ju-Air selbst und die Firma Naef Flugmotoren in Dübendorf. Im Rahmen regelmässiger Inspektionen habe das Bazl im Frühling bei der Ju-Air «drei tiefer gehende Kontrollen» durchgeführt. Wie das Amt mitteilte, haben die Experten dabei festgestellt, dass «die Anforderungen an einen zertifizierten Unterhaltsbetrieb nicht erfüllt sind».
Lediglich sistiert
Details gibt die Behörde nicht bekannt. Ju-Air-Sprecher Christian Gartmann erklärte der Zeitung, die Zulassungen seien «lediglich sistiert, also ausgesetzt». Die Mängel würden nun behoben, damit das Amt die Sistierung aufhebe. Nach den Plänen der Ju-Air sollen die Maschinen 2021 wieder abheben.
Nach dem Absturz einer Ju-52 beim Piz Segnas bei Flims am 4. August 2018 mit 20 Todesopfern hatte das Bazl der Ju-Air die Genehmigung für kommerzielle Passagierflüge entzogen. Dafür erfüllten die Oldtimer die heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr. Künftig darf die Ju-Air nur noch bezahlte Passagierflüge für Vereinsmitglieder anbieten. (sda/so)