Bündner sehen sich in KV- und Gesundheitsberufen
«Welche Lehrstellen beliebt sind und welche weniger, ist sehr schwierig zu sagen, weil es von vielen Vernetzungen abhängt», sagtWalter Järmann, stellvertrender Leiter des Amts für Berufsbildung Graubünden und Leiter der Abteilung Lehraufsicht. So spielt die Anzahl Lehrstellen, die im Kanton in einem Beruf zur Verfügung stehen und angeboten werden, eine Rolle. Während kantonsweit beispielsweise jeweils eine Stelle als Hufschmied und zwei als Büchsenmacher vergeben werden, sind es im kaufmännischen Bereich Hunderte. Die Anzahl Lehrverhältnisse, die in einer Branche abgeschlossen werden, kann also ein Indikator sein, muss aber nicht.
So zählt Järmann zu den beliebtesten Lehrberufen vor allem auch diejenigen, von denen es am meisten Lehrstellen gibt. An Nummer Eins setzt er die Ausbildung zur Kauffrau oder zum Kaufmann – umgangsprachlich KV genannt. Im KV-Bereich gäbe es ein grosses Angebot an Lehrstellen und dies flächendeckend im Kanton, so Järmann. «Zudem ist es ein sehr bekannter Beruf. Jeder kann sich etwas darunter vorstellen. Und es ist der perfekte Einstieg in die Berufsmaturität oder in ein Studium», erklärt Järmann, weshalb das KV auf der Beliebtheitsskala obenaus schwingt. Zurzeit gäbe es aber vor allem in den Talschaften durchaus noch freie KV-Stellen.
Als Zweites nennt Järmann die Lehrstellen als Fachfrau und Fachmann Gesundheit (FaGe). Von anfänglich rund 100 freien Stellen, seien noch etwa elf ausgeschrieben. «Der Beruf kommt gut an, obwohl er streng ist. Vielleicht auch, weil er ebenfalls im ganzen Kanton vertreten ist.»
Das waren die Top 5 der meist-besetzten Lehrstellen in Graubünden 2018: