Bündner Kantonspolizeiverband findet deutliche Worte
«Die Verherrlichung eines Nazi-Generals hat keinen Platz bei uns.» Remo Cavegn, der Präsident des Bündner Kantonspolizeiverbands, findet deutliche Worte. Es ist eine Reaktion auf die mutmasslichen Aktivitäten des Chefs der Flimser Gemeindepolizei und Mitglieds des Zentralvorstandes des Schweizerischen Polizeibeamtenverbandes Erwin Rommel. Dieser soll in seiner Funktion alles andere als Zurückhaltung geübt haben, sondern ganz öffentlich auf Facebook mit seinem berühmt-berüchtigten Namensvetter, dem ehemaligen deutschen Generalfeldmarschall Erwin Rommel, kokettiert haben. Als Wohnort gab er «Blaustein» an. Im baden-württembergischen Blaustein steht ein Rommel-Museum. Heidenheim an der Brenz sei sein Heimatort, hiess es auf dem Facebook-Profil weiter. Der deutsche Namensvetter wurde exakt dort geboren. Das fragliche Facebook-Profil ist mittlerweile nicht mehr zu finden und der Gemeindepolizist bestreitet, dass es sich dabei um sein Profil gehandelt habe.
Ist eine Verlängerung des Mandats noch möglich?
«Wenn ein Auftritt wie jener auf Facebook im Fall Rommel auf uns zurückfällt, ist dies nicht zu tolerieren.», so Cavegn. Der Kantonspolizeiverband werde mit dem Angeschuldigten das Gespräch suchen und die Motivation ausfindig machen, wie es zu diesem Auftreten kam.
Der Bündner Rommel ist Mitglied des Zentralvorstandes des Schweizerischen Polizeibeamtenverbandes. «Wir können Rommel also nicht direkt zurückziehen, sondern müssen allfällige Schritte in Koordination mit dem schweizerischen Verband anschauen», sagt Cavegn. Man werde auf den nationalen Verband, der sich in Schweigen hüllt, zugehen. Die Amtszeit von Rommel ende im nächsten Jahr. In diesem Zusammenhang werde ohnehin die Frage sein, welche Rolle Rommel im Verband einnehmen könne respektive ob eine Verlängerung des Mandats noch möglich sei.