Bis 500'000 Franken zinsfrei
Medienkonferenz mit Finanzminister Ueli Maurer
Nach der heutigen Bundesratssitzung zum Thema Coronavirus gibt es zwei Medienkonferenzen. Um 14 Uhr informiert Finanzminister Ueli Maurer über die Notverordnung zur Gewährung von Krediten mit Solidarbürgschaften des Bundes. Um 15.30 Uhr informieren Gesundheitsminister Alain Berset und Wirtschaftsminister Guy Parmelin über weitere Entscheide.
Laut Finanzminister Ueli Maurer ist die Hilfe für Not leidende Unternehmen ab Donnerstag bereit. Das sei vor allem dem ausserordentlichen Engagement der 300 Schweizer Banken zu verdanken. Einen Missbrauch von Krediten hält Maurer für «praktisch ausgeschlossen».
«Leute, die ihr ganzes Vermögen in die eigene Firma gesteckt haben, ziehen den Staat nicht über den Tisch», zeigte sich der Finanzminister am Mittwoch vor den Bundeshausmedien überzeugt. Jeder Gesuchssteller versichere zudem mit seiner Unterschrift, dass er bei Falschabgaben hafte. Bei Missbrauch drohe eine Busse bis zu 100'000 Franken.
Ab Donnerstag erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Beträgen bis 500'000 Franken den Kredit zinslos und ohne Gebühren übermittelt, wie Maurer ausführte. Das gelte auch für ganz junge Firmen, deren Umsatz bei einem Gesuch geschätzt würde.
Weiter hat der Bundesrat die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von drei auf sechs Monate verlängert. Damit könne die Anzahl Gesuche minimiert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. Die Frist zur Voranmeldung für Kurzarbeit wird aufgehoben. Die Kosten für Arbeitslosenversicherung belaufen sich auf schätzungsweise 600 Millionen Franken – pro Monat.