Bergbahnen konnten Selbstvertrauen fassen
In den am Montag veröffentlichten Geschäftsberichten der beiden Gesellschaften wird auf den Corona-Winter mit gemischten Gefühlen zurückgeblickt. «Der Winter gestaltete sich wegen der Pandemie sehr schwierig. Wir wurden beinahe jede Woche vor neue Tatsachen gestellt», blickt Yves Bugmann zurück. Er ist Verwaltungsratsmitglied beim Rinerhorn und VR-Präsident bei der Pischa. Der vergangene Winter habe gezeigt, dass es auch während einer Pandemie möglich sei, den Skibetrieb aufrecht zu erhalten. Die Infektionszahlen seien wegen der Offenhaltung der Skigebiete ja nicht gestiegen. In diesem Sinne blickt Bugmann leicht optimistischer auf den nächsten Winter als letztes Jahr.
Alles ein bisschen anders am Rinerhorn
Die Pandemie führte bei den Bahnen zu teils erstaunlichen Zahlen. Der Gastronomie-Bereich am Rinerhorn musste einen Ertragsrückgang von 50 Prozent verbuchen. Ein Plus hingegen konnte bei der Schlittenvermietung verzeichnet werden: Im Vergleich zum Vorjahr wurden 20 Prozent mehr vermietet. Aus Mangel an anderen Freizeitangeboten hätten viele Personen, welche weniger schneeaffin seien, das Schlitteln für sich entdeckt. À propos Freizeitangebote: Wegen geschlossener Bars und Clubs wurde das Nachtskifahren stärker frequentiert als je zuvor. Schlussendlich besuchten im letzten Winter 1.7 Prozent mehr Besucher den Glariser Hausberg als noch 2019/20, wobei die Saison aber 25 Tage länger dauerte.
Knapp 30 Prozent weniger Ersteintritte wurden dafür im Sommer 2020 verzeichnet. Dies ist aber nicht nur auf Corona, sondern auch auf das neue Angebot zurückzuführen. Konnten früher alle Inhaber einer Gästekarte die Bergbahnen in Davos und Klosters während des Sommers gratis nutzen, bezahlen diese Gäste neu einen gewissen Betrag. «Wie im Vorfeld erwartet, gingen die Ersteintritte zwar zurück, die Wertschätzung für das Angebot erhöhte sich jedoch stark», heisst es dazu im Geschäftsbericht. Gesamthaft gesehen sprechen die Bergbahnen Rinerhorn von einem «ansprechenden Geschäftsergebnis», das trotz Mehraufwand für die Umsetzung der Schutzkonzepte erreicht werden konnte. Gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich der Gesamtumsatz um 18 Prozent auf 5031795 Franken und der Cashflow um 31 Prozent auf 886438. Franken. Bei der Erfolgsrechnung wird ein Jahresergebnis von Minus114962 Franken ausgewiesen.