Bellwald und Ricci sind die besten Glarner Schützen
Nebst den Siegern und den guten Resultaten war auch erfreulich, dass gegenüber dem Vorjahr mehr Nachwuchsschützen am Start standen – obwohl noch sehr viel Luft nach oben ist. Bei der Elite, wie auch beim Nachwuchs, wurden im Vorprogramm sehr gute Resultate erzielt und ein Finalplatz musste hart erkämpft werden.
Mit 616.1 Punkten führte Tim Landolt das Feld an, gefolgt von seiner Schwester Gina Landolt (615.9) und Andreas Stüssi (615.3). Letzterer verzichtete auf eine Finalteilnahme. So rutschte auch Marcel Feusi mit 600.8 Ringen ins Tableau nebst den anderen Finalisten Rolf Lehmann (612.4), André Eberhard (612.3), Julian Bellwald (610.8), Lars Kamm (607.9) und René Müller (605.2). Dort zeigte sich Tim Landolt in den ersten beiden Fünferserien sehr stark. Mit 102.5 Zählern lag er in Führung, vor Julian Bellwald (101.8), Tim Landolt und René Müller (je 100.8). Nach zwölf Schuss schied Lars Kamm aus. Ihm folgten André Eberhard, Rolf Lehmann und René Müller. Marcel Feusi, der beim elften Schuss einen Dämpfer kassierte (8.5), vermochte sich gegen die starke Konkurrenz nicht mehr wehren und schied als Vierter aus.
Die Podestplätze machten demnach Julian Bellwald, der seit dem Aussetzer von Feusi in Front lag, sowie Gina und Tim Landolt unter sich aus. Letzterer vermochte die Leistung seiner Schwester und jener des Stadtglarners ebenfalls nicht mithalten. Gina Landolt holte Schuss für Schuss auf und brachte Bellwald vor dem letzten Schuss noch arg in Bedrängnis. Die Näfelserin holte bis zum Gleichstand auf. Für den Sieg sollte es dann doch nicht reichen, da der nervenstarke Bellwald mit 10.1:9.2 Punkten den Final für sich entschied und sich den Glarnermeistertitel bei der Elite holte.
Beim Nachwuchs ist es knapp
Den Nachwuchsschützen Silvan Lendi (608.0), Melanie Ricci (607.1), Cyrill Wickihalder (557.0) und Andrea Gisler (540.9) war ihr Startplatz im Final gewiss. Gisler musste auf den Final verzichten. Vor allem Lendi und Ricci lieferten sich im Vorprogramm ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf hohem Niveau.
So ging es auch im Final weiter. Die drei Talente hatten nach zehn Schuss gar mehr Punkte auf dem Konto als einige Eliteschützen. Während Ricci und Lendi den Vorsprung weiter ausbauen konnten, musste Cyrill Wickihalder abreissen lassen und den Final als Dritter verlassen. Silvan Lendi und Melanie Ricci trennten zum Schluss nur 2.1 Punkte, welche zugunsten der Netstalerin ausfielen.