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Schweiz & Welt

Der April war kühl und nass

Südostschweiz
01.05.2023, 15:33 Uhr
gestern um 16:30 Uhr

Insbesondere entlang der Alpen und im Osten der Schweiz war der vergangene Monat zu nass und zu kühl, wie Meteonews Bilanz zieht. Bereits in der provisorischen Monatsbilanz von vergangener Woche hatte sich dies abgezeichnet. Auch wenn das vergleichsweise milde letzte Wochenende das Defizit etwas mindern konnte, war der April um mehr als ein Grad Celsius zu kühl. Damit war der April der erste zu kühle Monat seit dem letztjährigen September. Mehr als ein Grad zu tief war zuletzt der August 2021.

Tiefe Höchsttemperaturen

Nur ganz im Süden der Schweiz entsprachen die Apriltemperaturen der Norm, die sich auf die Daten der letzten drei Jahrzehnte bezieht. Ausschlaggebend für die kühlen Werte seien dabei Höchsttemperaturen und nicht die Tiefsttemperaturen. So seien Höchsttemperaturen von mindestens 20 Grad die Ausnahme gewesen, während es in den letzten Jahren im April immer wieder solche Tage und sogar Sommertage mit einer Maximaltemperatur über 25 Grad gegeben hat.

Doppelte Niederschlagsmenge in Chur

In Chur lag die Temperatur 1,2 Grad unter dem Mittel. Eindrücklich ist die Niederschlagsmenge in der Bündner Hauptstadt, die mit 103,5 Millimetern mehr als doppelt so hoch war, wie im langjährigen Mittel. Die Sonne schien rund ein Drittel weniger als üblich. In Samedan war es lediglich 0,2 Grad kühler bei rund einem Drittel mehr Niederschlag. Dafür schien die Sonne dort ungefähr gleich viel wie normalerweise.

Weiter schreibt Meteonews, dass bei den Niederschlägen nicht nur die Summe zu hoch war, sondern auch die Anzahl Regentage war hoch. Von einem Regentag spricht man, wenn mindestens ein Millimeter Niederschlag gemessen wurde. Nichtsdestotrotz sind die Wasserspeicher nicht überall gleich gut gefüllt. Die vergangenen zwei Jahre waren zu trocken Das bisher wechselhafte Frühlingswetter vermochte den Mangel an Niederschlägen noch nicht auszugleichen. (dje)