Achtung, da geht jemand die Wände hoch
von Christopher Golling
«Bouldern» bedeutet Klettern ohne Kletterseil auf Absprunghöhe. Das City Bouldern in Glarus hat unter der Leitung von Patrick Hess der Verein Kletteranlagen Linthgebiet (VKL) organisiert. Und weil es das einzige Citybouldern in der Deutschschweiz ist, war der Andrang gross. Die Teilnehmerzahl musste begrenzt werden, 65 Leute konnten schliesslich mitmachen.
In Gruppen von etwa zehn Personen erkletterten sie verschiedene Spots in der Stadt. Dank Absprache mit der Gemeinde, Privatpersonen, dem Kanton und den Technischen Betrieben Glarus durften neben dem neu eröffneten Tödisport auch Routen auf dem Rathaus, der alten Kaserne, bei der Turnhalle, katholischen Kirche und beim Gefängnis erklommen werden.
Mit gelben Klebestreifen waren die Routen markiert. Mit Fassaden bis Level 7a war die Kategorie «Tödi» anspruchsvoller als die «Glärnisch»-Routen, und für Kinder war die Kategorie «Bergli» reserviert.
Vier Minuten bis zum Ziel
Nach dem Platzieren der «Crashpads» mussten die Fassade zuerst inspiziert und wichtige Kanten mit Bürsten gereinigt werden. Nach dem Anziehen der Kletterschuhe und dem Aufwärmen des Körpers durfte sich dann der Reihe nach jede und jeder an die Herausforderung machen.
Pro Route mussten innert vier Minuten mit geschicktem Platzieren und Benutzen der Hände und Füsse die Checkpoints erreicht werden. Am Ziel mussten die Hände für drei Sekunden auf einem «Top»-Kleber ruhen. Um die Leistungen zu bewerten, wurden die Gruppen von einem Wettkampfrichter begleitet. Dieser «Judge» achtete auf verschiedene Aspekte.
Als eines der Highlights galt die Trockenmauer im Affengässli. Und dass sich «Crashpads» auch zum Ausruhen eignen, zeigte sich an der Siegerehrung im Volksgarten.