9 von 12 – So steht es um das Glarner Energiekonzept
Bereits im August 2016 und im Februar 2018 sind Interpellation der Grünliberalen Partei zum Energiekonzept 2012 des Kanton Glarus beantwortet worden. Damals konnte die Regierung jedoch keine genauen Angaben zu aktuellen Zahlen machen. Deshalb haben die Landräte Ende 2018 nochmals nachgefragt – und jetzt auch, durchaus positive, Antworten bekommen.
Das Energiekonzept 2012 des Kantons Glarus setzte Ziele für die Reduktion der CO2-Emissionen aus dem Brennstoffbereich, heisst es in einer Regierungsmitteilung. Zur Berechnung der CO2-Emissionen im Gebäudebereich werde wie in den meisten Kantonen das Programm Ecospeed eingesetzt. Entgegen den Versprechen der Programmentwickler und des Bundesamtes für Umwelt hätten in den Jahren 2016 und 2017 noch keine Daten zur Verfügung gestanden. Zudem hätten die im Jahre 2018 publizierten Daten nicht alle Qualitätsanforderungen erfüllt.
Noch nicht alle Massnahmen sind erfüllt
Auf der Basis der Daten von Ecospeed, Erhebungen von Ostluft zu den Verkehrsemissionen und von eigenen Erhebungen wurden im Sommer 2018 die CO2-Emissionen des Kantons mittlerweile aber berechnet und im September veröffentlicht.
Aus der Antwort der Regierung geht hervor, dass neun der zwölf Massnahmen, die im Energiekonzept definiert wurden, erfüllt sind. Darunter Solarkataster, Energie Coaching oder die Förderung von Ersatzneubauten. Zwei Massnahmen seien teilweise erfüllt, schreibt die Regierung weiter. Andere seien noch in Bearbeitung oder würden ständige Aufgaben darstellen. Zwei Massnahmen wurden jedoch auch ganz aufgegeben oder verschoben.
Im Winter 2021/2022 will der Regierungsrat einen Schlussbericht zur Umsetzung des Energiekonzeptes publizieren.