«4Reasons» bekommt Gesellschaft
Ja, das Restaurant «4Reasons» öffnet auch dieses Jahr seine Türen. Am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag der WEF-Woche werden im Langlaufzentrum von 11.30 bis 20.30 Uhr Resten aus verschiedenen WEF-Küchen verwertet. Nach dem durchschlagenden Erfolg vom Januar 2020 mit rund 900 abgegebenen Mahlzeiten war für die Organisatoren klar, dass das Angebot wiederholt und sogar ausgebaut wird. Denn das grösste Problem im Restenverwertungs-Restaurant war, dass mehr Mahlzeiten nachgefragt wurden, als vorhanden waren. So suchte man nach zusätzlichen Teilnehmern und dieses Jahr machen inzwischen anstatt 15 sogar 20 Hotels und Veranstalter mit. Um die Ware – die Vorschriften entsprechen auch bei der Restenverwertung den üblichen Restaurantstandards, das heisst, die Produkte müssen in hygienisch einwandfreiem Zustand sein, wozu gehört, dass sie nie an einem Buffet aufgebaut oder sonst wie angerichtet waren – also, um die Ware schnell ins Langlaufzentrum zu bekommen, zirkulieren dieses Jahr zwei Autos, die bei den Veranstaltern an den Küchentüren die Speisen abholen. «Warme Speisen erwarten wir eher zum Mittagessen. Das Kuchenbuffet am Nachmittag war das letzte Mal nicht umwerfend, doch Aperohäppchen waren fast immer im Angebot», sagt Stefan Pfister, der die Aktion koordiniert. Neu ist, dass beim Abendessen, das letztes Jahr eher aus «Fingerfood» bestand, auch alkoholische Getränke gereicht werden. Diese müssen allerdings regulär gekauft werden, während die anderen Speisen gegen Spenden abgegeben werden.
«Färbitag» im Herbst
7540 Franken waren bei der letzten Durchführung zusammen gekommen, und die Organisatoren hoffen, dass sie auch dieses Jahr einen zumindest ähnlichen Erfolg werden feiern können. Denn die Arbeit der vielen Helfenden erfolgt ehrenamtlich, und die Aktion erhält grosse praktische Unterstützung von verschiedenen Unternehmen. Mit dem erhaltenen Geld soll die Kinder- und Jugendarbeit in der Landschaft Davos unterstützt werden. Dazu war im Dezember letzten Jahres eigentlich vorgesehen, die Färbihalle während eines Tages für die einheimische Jugend zu mieten. Sie sollte sich dort austoben und alle zur Verfügung stehenden Sportmöglichkeiten ausprobieren können. Nun, die gute Absicht fiel, wie so viel Anderes auch, dem Covid-19-Virus zum Opfer. Nun steht dieses Geld, ergänzt um die hoffentlich vom 23. bis 26. Mai zusätzlich eingenommenen Spenden, weiterhin für die einheimische Jugend zur Verfügung. «Wir halten an unserem Ziel fest und hoffen, den ‹Färbitag› im Herbst durchführen zu können. Daneben werden sicher Mittel übrig bleiben, die punktuell zur Förderung von Jugendangeboten eingesetzt werden können», sagt Pfister.