2008 waren letztmals weniger Bündner arbeitslos
2903 Personen suchten im Januar 2019 mit Hilfe der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) Graubünden einen neuen Job. Das waren 43 Personen mehr als noch im Dezember 2018. Von diesen 2903 Personen sind laut RAV 1660 als arbeitslos und 1243 als nichtarbeitslose Stellensuchende registriert, wie es in einer Medienmitteilung des Kantons heisst. Zu letzter Kategorie gehören Personen, die an Weiterbildungs- oder Beschäftigungsmassnahmen teilnehmen, Zwischenverdienstarbeit leisten oder nur die Vermittlungsdienste des RAV beanspruchen.
Die Arbeitslosenquote liegt im Kanton Graubünden im Januar damit bei 1,5 Prozent. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist das die tiefste Januar-Arbeitslosigkeit seit dem Jahr 2008 und das sowohl prozentual als auch in absoluten Zahlen. Auch die Zahl der beim RAV insgesamt als Stellensuchende gemeldeten Personen ist so tief, wie seit 2008 nicht mehr und liegt erstmals seit jenem Jahr wieder unter 3000 Personen (2008: 2761).
Die höchsten Arbeitslosenzahlen verzeichnet saisonal bedingt die Baubranche mit 700 Personen. Weit dahinter folgen das Gastgewerbe (162) und das Gesundheits- und Sozialwesen (92). Schaut man auf die gesamtschweizerischen Zahlen steht der Kanton Graubünden sehr gut da: national beträgt die Arbeitslosenquote 2,8 Prozent – wobei auch das einem Zehn-Jahres-Tiefstwert entspricht.
Im Januar 2019 hatte im Kanton nur ein Betrieb mit fünf Mitarbeitern Kurzarbeit eingeführt, wie es in der Mitteilung abschliessend heisst. Im Vormonat Dezember gab es im Kanton gar keine Kurzarbeit. (fio)