200 Millionen Franken tief in die Kantonskasse gegriffen
Die Bündner Regierung hat eine erste Zwischenbilanz über die Kosten der Covid-19-Krise und des damit verbundenen Wirtschaftseinbruchs gezogen. Insgesamt hat der Kanton seit März dieses Jahres, seit Einsetzen der Sofortmassnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen, rund 200 Millionen Franken an Kurzarbeits- und Erwerbsersatzentschädigung ausbezahlt.
5731 Gesuche seien dabei allein für Erwerbsersatzentschädigungen für Unternehmen und Selbstständigerwerbende eingegangen, heisst es seitens der Regierung. Ausbezahlt wurden schliesslich, bis zum Stichdatum 18. September, 41,9 Millionen Franken, im Durchschnitt damit rund 7300 Franken je eingegangenem Gesuch. In dieser Summe noch nicht enthalten seien allerdings Erwerbsausfallentschädigungen, welche zwar covid-19-bedingt waren, die aber an Mitglieder von Verbandsausgleichskassen gingen.
160 Millionen Franken für Kurzarbeitsentschädigung
Noch wesentlich mehr Unterstützungsgelder flossen allerdings, ebenfalls bis zum Stichdatum vom 18. September, an jene knapp 4500 Bündner Betriebe, die Kurzarbeit eingeführt hatten. Ausbezahlt wurden rund 160 Millionen Franken. Die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit erreichte dabei von April bis Juni mit bis zu 3300 Betrieben im Kanton ein Maximum; im Juli war die Zahl der betroffenen Betriebe bereits auf 1575 gesunken, im August auf 784 und im September schliesslich auf rund 600 Betriebe.